21 March 2026, 20:11

Petrit Halilaj gewinnt als jüngster Künstler den Nasher-Preis 2027

Gemälde von Wassily Kandinsky in einem klassischen Rahmen an einer Wand.

Petrit Halilaj gewinnt als jüngster Künstler den Nasher-Preis 2027

Petrit Halilaj, ein 39-jähriger Künstler aus dem Kosovo, gewinnt den Nasher-Preis 2027

Der aus dem Kosovo stammende Künstler Petrit Halilaj ist mit dem Nasher-Preis 2027 ausgezeichnet worden – als jüngster Preisträger in der Geschichte der renommierten Ehrung. Seine Werke setzen sich häufig mit Kindheitserinnerungen vor dem Hintergrund des vom Krieg gezeichneten Kosovo der 1990er-Jahre auseinander.

Der Nasher-Preis, eine der bedeutendsten Auszeichnungen der Kunstwelt, würdigt internationale Talente. Zu den früheren Preisträgern zählen Künstlerinnen und Künstler aus Spanien, den USA, Nigeria und dem Iran. Seit 2023 wird der Preis im Zweijahresrhythmus statt jährlich verliehen.

Halilajs Kunst verbindet persönliche Geschichte mit übergreifenden Themen wie Konflikt und Widerstandsfähigkeit. Seine Bronzeskulpturen, inspiriert von Kinderkritzeleien auf Schulbänken des Balkans, wurden 2024 im Metropolitan Museum of Art in New York ausgestellt. Die Werke spiegeln seine Prägung während der turbulenten 1990er-Jahre im Kosovo wider.

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Im Juni 2027 führte er "Syrigana" auf – eine interdisziplinäre Oper, die auf einer lokalen Legende basiert. Die Aufführung fand im kosovarischen Dorf Syrigana statt und verband Volksüberlieferung mit zeitgenössischer Kunst. Halilajs Projekte schaffen oft Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart und nutzen Kreativität, um kulturelle Gräben zu überwinden.

Das Preisgeld in Höhe von 100.000 US-Dollar fließt in die Hajde!-Stiftung, die er 2014 gemeinsam mit seiner Schwester gründete. Die Stiftung hat bereits kulturelle Räume im Kosovo neu belebt, darunter das Haus der Kultur in seiner Heimatstadt. Die Wiedereröffnung des Ortes ist für 2027 geplant; er soll Menschen unterschiedlicher ethnischer Hintergründe und Minderheiten zusammenbringen.

Der Nasher-Preis wurde 2015 erstmals vergeben, zunächst als jährliche Auszeichnung. Seit 2023 findet die Verleihung im zweijährigen Turnus statt, um den Preisträgern mehr Zeit für die Zusammenarbeit mit dem Nasher Sculpture Center in Dallas zu ermöglichen. Halilaj folgt auf vier vorherige Gewinner: Manuel Algudí, Lynda Benglis, Senga Nengudi und Lorraine O'Grady.

Sein Sieg unterstreicht Halilajs Beitrag zur Kunst wie auch zum Gemeinschaftsleben. Die Mittel des Nasher-Preises werden kulturelle Projekte im Kosovo fördern und sein Engagement für Inklusion stärken. Seine Arbeit prägt weiterhin, wie Geschichte und Identität die zeitgenössische Kreativität formen.

Quelle