PGIM revolutioniert den deutschen Reihenhausmarkt mit institutionellen Investitionen
Moritz MüllerPGIM revolutioniert den deutschen Reihenhausmarkt mit institutionellen Investitionen
Institutioneller Investor PGIM dringt in den deutschen Reihenhausmarkt ein
Die globale Investmentgesellschaft PGIM lotet Chancen auf dem deutschen Reihenhausmarkt aus – ein seltener Vorstoß institutioneller Anleger in den Sektor der Einfamilienhäuser. Angesichts der Schwierigkeiten von Projektentwicklern, Finanzierungen zu sichern, steigen nun große Investoren ein, um Vorverkäufe gegen Preisnachlässe abzusichern.
Auf dem deutschen Immobilienmarkt hat die Transaktionsaktivität spürbar nachgelassen, weshalb Bauträger zunehmend auf Vorverkäufe angewiesen sind, noch bevor der erste Spatenstich erfolgt. Um diesen Druck zu mindern, bieten Großinvestoren wie PGIM teilweise Garantien für diese Verkäufe an – und können so günstigere Einstiegspreise aushandeln.
PGIM, eine Tochter des US-amerikanischen Finanzdienstleisters Prudential Financial, interessiert sich dabei weniger für schnelle Weiterverkäufe als vielmehr für langfristige Mietmodelle. Sebastiano Ferrante, Europaschef des Unternehmens, bestätigte, dass man den Markt für neu gebaute Reihenhäuser genau analysiere. Im Fokus stehen dabei Pendlergürtel um Großstädte, wo die Nachfrage nach Familienwohnraum weiterhin hoch ist.
Die Häuser werden in Modulbauweise errichtet, wobei die Baukosten auf etwa 1.900 bis 2.000 Euro pro Quadratmeter geschätzt werden. Nach Fertigstellung könnten die Mieteinnahmen bei 17 bis 18 Euro pro Quadratmeter liegen – was monatliche Mieten von rund 1.700 bis 1.800 Euro pro Objekt bedeutet.
Sollte PGIM tatsächlich in den deutschen Reihenhausmarkt einsteigen, könnte dies die Branche verändern, in der institutionelle Investoren bisher kaum eine Rolle spielten. Durch die Konzentration auf Speckgürtel und langfristige Vermietung will das Unternehmen von der stabilen Nachfrage profitieren – und Entwicklern gleichzeitig helfen, Finanzierungshürden zu überwinden.






