Postbank-Streik droht: ver.di ruft zu Warnstreiks in Niedersachsen und Bremen auf
Moritz MüllerPostbank-Streik droht: ver.di ruft zu Warnstreiks in Niedersachsen und Bremen auf
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat zu Warnstreiks in Filialen der Postbank in Niedersachsen und Bremen aufgerufen. Die Beschäftigten protestieren gegen die aktuellen Gehaltsforderungen und Umstrukturierungspläne des Unternehmens. Die Arbeitsniederlegungen sind für Donnerstag, den 30. April, und Samstag, den 2. Mai, geplant. Rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen sich beteiligen, was zu Filialschließungen und Verzögerungen bei der Kundenbetreuung führen könnte.
Ver.di fordert in den laufenden Tarifverhandlungen eine Lohnerhöhung von 8 Prozent, mindestens jedoch 300 Euro mehr pro Monat. Zudem soll die Ausbildungsvergütung um 200 Euro steigen, wie es der Gewerkschaftsvorschlag vorsieht. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 18. Mai 2026 in Frankfurt am Main angesetzt.
Im Mittelpunkt des Konflikts stehen auch die geplanten Veränderungen im Privatkundengeschäft. Dazu gehören die Eingliederung der Postbank in die Deutsche Bank, die Reduzierung der Filialanzahl sowie eine Neuorganisation der Abläufe. Ver.di ruft alle Beschäftigten der Postbank Filialvertrieb AG bundesweit zur Teilnahme an den Arbeitskampfmaßnahmen auf.
Die Streiks in Niedersachsen und Bremen könnten zu erheblichen Beeinträchtigungen im Service führen, da einige Filialen vorübergehend schließen müssten. Mit der Warnaktion will die Gewerkschaft vor den weiteren Verhandlungen Druck auf die Arbeitgeberseite ausüben.
Von den Arbeitsniederlegungen betroffen sind Kundinnen und Kunden in zwei Bundesländern, wo es zu Schließungen und Verzögerungen kommen kann. Ver.di pocht auf höhere Löhne, bessere Bezahlung für Auszubildende sowie Mitsprache bei den Umstrukturierungsplänen. Die nächste Verhandlungsrunde in Frankfurt wird zeigen, ob weitere Streikmaßnahmen folgen.






