Quizkandidat ketten sich an Magdeburger Dom – Protest gegen AfD und Staatsversagen
Paul FischerQuizkandidat ketten sich an Magdeburger Dom – Protest gegen AfD und Staatsversagen
Maik Sawatzke, ein 43-jähriger Berufs-Quizkandidat, hat sich aus Protest an den Magdeburger Dom gekettet. Seine Aktion richtet sich gegen eine mögliche Bundesintervention in Sachsen-Anhalt, falls die rechtsextreme AfD die anstehenden Landtagswahlen gewinnt. Sawatzke behauptet, die Probleme der Region seien tiefer verwurzelt als in der Politik – und verweist auf einen kürzlichen Einbruch in sein Haus als Beleg für ein generelles Staatsversagen.
Sawatzke und seine Partnerin Uta – sie tragen denselben Nachnamen, sind aber nicht verheiratet – leben in Sachsen-Anhalt, einem Bundesland, das sie scherzhaft „Haltis“ nennen. Er arbeitet gelegentlich als bezahlter Demonstrant, oft für die AfD, während sich Uta als „Hausfrau im besten Sinne“ bezeichnet und Rätsel löst. Ihr jüngster Protest speist sich aus der Angst, Berlin könnte im Falle eines AfD-Sieges eine selten angewandte Verfassungsbestimmung nutzen, um einzugreifen.
Die AfD hat offen damit gedroht, im Falle eines Wahlsiegs den Rechtsstaat auszuhebeln – was Befürchtungen über ein mögliches Bundeseingreifen schürt. Sawatzkes Aktion fordert zudem mehr persönliche Freiheiten, darunter die Rückkehr zum uneingeschränkten FKK-Sonnenbaden. Er inszeniert seinen Protest als Widerstand gegen eine Bundesregierung, die er als „von Kriminellen gesteuert“ bezeichnet.
Seine Wut geht über die Politik hinaus. Sawatzke behauptet, der Einbruch in sein Haus – während er bei der Arbeit war – zeige den Niedergang des Landes. Der Vorfall hat seine Überzeugung bestärkt, dass Sachsen-Anhalts Probleme Aufmerksamkeit brauchen – und keine Einmischung von außen.
Sawatzkes Protest verbindet private Missstände mit den größeren politischen Spannungen. Sollte die AfD gewinnen, könnte eine Bundesintervention auf Grundlage einer alten Verfassungsregelung folgen. Vorerst bleibt seine Kettenaktion eine sichtbare Herausforderung – sowohl für Berlin als auch für die Zukunft des Landes.






