Renk sichert Milliarden-Deal für Puma-Panzer – doch die Aktie fällt
Lukas HoffmannRenk sichert Milliarden-Deal für Puma-Panzer – doch die Aktie fällt
Der Augsburger Antriebsspezialist Renk hat einen Großauftrag zur Lieferung von Getrieben für die Puma-Schützenpanzer der Bundeswehr erhalten. Der Deal umfasst 213 Getriebe, deren Auslieferung zwischen Mitte 2027 und Ende 2030 erfolgen soll. Trotz des neuen Auftrags gab die Aktie des Unternehmens am Freitag um 3,12 % nach und schloss bei 47,12 Euro.
Der jüngste Auftrag beinhaltet 188 HSWL-256-Getriebe, deren Lieferung Anfang 2026 beginnen soll. Zudem wird die Renk-Tochter Horstman Group passende hydropneumatische Federungssysteme für die Fahrzeuge bereitstellen. Dies folgt auf einen Rekordauftragsbestand von 6,68 Milliarden Euro bis Ende 2025.
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Renk einen Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro. Das bereinigte Betriebsergebnis wird auf 255 bis 285 Millionen Euro prognostiziert. Ein Teil dieser Prognose basiert auf rund 200 Millionen Euro an Auftragsverschiebungen aus dem Jahr 2025, die in der ersten Hälfte 2026 abgearbeitet werden müssen.
Trotz des starken Auftragsbestands bleiben Anleger zurückhaltend. Der Markt konzentriert sich zunehmend auf technische Schwächen in der Aktienperformance von Renk, was zu einem monatelangen Rückgang beiträgt.
Der neue Auftrag festigt Renks Position in der Rüstungsindustrie, wobei sich die Lieferungen über mehrere Jahre erstrecken. Dennoch bleibt die Aktie des Unternehmens unter Druck, da der Markt auf übergeordnete Finanztrends reagiert. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich der hohe Auftragsbestand in ein nachhaltiges Umsatzwachstum umsetzen lässt.






