Rhein-Vertiefung bei Rheinfelden spaltet Behörden, Anwohner und Umweltschützer
Emma KochRhein-Vertiefung bei Rheinfelden spaltet Behörden, Anwohner und Umweltschützer
Ein großes Vorhaben zur Vertiefung des Rheins bei Rheinfelden sorgt für Diskussionen unter lokalen Behörden, Anwohnern und Umweltschutzgruppen. Das von der naturenergie hochrhein AG vorgeschlagene Projekt zielt darauf ab, die Stromerzeugung am Rheinfelder Wasserkraftwerk zu steigern, indem große Abschnitte des Flussbetts ausgehoben werden. Aktuell laufen die Vorbereitungen für öffentliche Anhörungen, die im kommenden Sommer stattfinden sollen.
Die Initiative „Rheinfelden 20plus“ sieht vor, den Rhein oberhalb und unterhalb des Kraftwerks Rheinfelden auszubaggern. Bei einer Genehmigung würden die Arbeiten voraussichtlich etwa zweieinhalb Jahre dauern. An zwei Aushubstellen entlang des Flusses sollen jeweils rund 35.000 Kubikmeter Gestein abgetragen werden.
Während der Bauphase werden auf der deutschen Rheinseite zwei vorübergehende Anlegestellen eingerichtet. Von dort aus transportieren Lkw das ausgehobene Material ab. Ein zentraler Punkt der anstehenden Anhörungen wird die Umweltverträglichkeit des Projekts sein – insbesondere die Auswirkungen auf den Oberrhein und angrenzende Gewässer.
Die öffentlichen Anhörungen sind für den 1. und 2. Juli 2026 im Haus der Begegnung in Grenzach-Wyhlen angesetzt, Beginn ist jeweils um 10 Uhr. Ob die Öffentlichkeit Zugang erhält, hängt von der Zustimmung der direkt am Verfahren beteiligten Parteien ab. In den Sitzungen werden zudem Stellungnahmen und Einwände von Gemeinden, Unternehmen und Privatpersonen behandelt.
Die Ergebnisse der Anhörungen werden maßgeblich über die Zukunft des Rhein-Vertiefungsprojekts entscheiden. Die getroffenen Beschlüsse legen fest, wie die Arbeiten vorangetrieben werden und welche Maßnahmen zum Ausgleich ökologischer Bedenken ergriffen werden. Letztlich wird es darauf ankommen, die Ziele der Energiegewinnung mit dem Schutz des Flussökosystems in Einklang zu bringen.






