07 April 2026, 04:02

Rheinmetall und Boeing bieten Kampfdrohne MQ-28 Ghost Bat für die Luftwaffe an

Organigramm der US-Luftwaffe, beginnend mit dem Verteidigungsminister an der Spitze, das die Zweige und ihre Rollen durch Pfeile verbindet.

Rheinmetall und Boeing bieten Kampfdrohne MQ-28 Ghost Bat für die Luftwaffe an

Rheinmetall und Boeing schlagen MQ-28 Ghost Bat als Kampfdrohne für die Luftwaffe vor

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Rheinmetall hat sich mit Boeing zusammengeschlossen, um die MQ-28 Ghost Bat als mögliche Collaborative Combat Aircraft (CCA) – eine unbemannte Kampfdrohne für die deutsche Luftwaffe – anzubieten. Die Partnerschaft entsteht zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland den Erwerb von bis zu 400 solchen Drohnen bis 2029 prüft. Sollte das Projekt vorankommen, würde Rheinmetall für die Systemintegration und die technische Unterstützung verantwortlich sein.

Die Ankündigung folgt auf jüngste Gespräche zwischen Rheinmetall und großen US-Rüstungskonzernen. Sie erfolgt zudem nach öffentlicher Kritik am Vorstandsvorsitzenden des Unternehmens wegen Äußerungen zur ukrainischen Drohnenindustrie.

Die MQ-28 Ghost Bat hat bereits über 150 Testflüge absolviert. Die Drohne ist darauf ausgelegt, gemeinsam mit bemannten Kampfflugzeugen zu operieren, und kann Aufklärungsmissionen, elektronische Kriegsführung sowie Waffeneinsätze in hochriskanten Umgebungen durchführen. Ihr modularer Aufbau ermöglicht eine flexible Anpassung an verschiedene Einsatzszenarien.

Rheinmetall bestätigte im August 2025, in Verhandlungen mit Boeing und Lockheed Martin über eine Zusammenarbeit im CCA-Bereich zu stehen. Das Unternehmen würde als Systemführer für die MQ-28 in Deutschland fungieren und für Integration, Wartung sowie Logistik zuständig sein. Die Luftwaffe strebt an, bis 2029 eine CCA in Dienst zu stellen.

Ein Sprecher des Bundesministeriums der Verteidigung lehnte eine Stellungnahme zu den Beschaffungsplänen ab. Man kommentiere keine potenziellen Projekte vor einer parlamentarischen Freigabe, hieß es.

Die Bekanntgabe der Partnerschaft erfolgt nach einer Kontroverse um Rheinmetall-Chef Armin Papperger, der angedeutet hatte, Deutschland könnte etwa 400 CCA benötigen. Seine früheren Aussagen zu den Drohnenfähigkeiten der Ukraine hatten zuvor online für Empörung gesorgt. Rheinmetall reagierte mit einer Erklärung, in der das Unternehmen seinen Respekt für die ukrainischen Verteidigungsbemühungen gegen die russische Aggression betonte.

Falls ausgewählt, könnte die MQ-28 Ghost Bat zu einem zentralen Baustein der deutschen Luftwaffe werden. Rheinmetalls Rolle als Systemführer würde eine umfassende operative Unterstützung sicherstellen. Die endgültige Entscheidung hängt jedoch von der parlamentarischen Genehmigung und weiteren Bewertungen ab.

Quelle