Russlands Operetten-Wettbewerb feiert Rekordbeteiligung zum Jubiläum
Zehnjähriges Jubiläum: Russlands Nationalwettbewerb für Operette und Musical endet mit Rekordbeteiligung
Der zehnte Jahrestag des russischen Nationalwettbewerbs für Operette und Musical ist zu Ende gegangen. In diesem Jahr verzeichnete die Veranstaltung eine noch nie dagewesene Resonanz: Über 100 Bewerbungen gingen aus dem ganzen Land und sogar aus dem Ausland ein. Städte wie Moskau, St. Petersburg, aber auch Minsk und Taschkent entsandten Künstler, die am Wettbewerb teilnahmen.
Die Wettbewerbsbeiträge kamen aus verschiedenen russischen Metropolen, darunter Chabarowsk, Rostow am Don und Krasnodar. Erstmals seit Jahren überstieg die Zahl der Operetteninszenierungen mit 56 Produktionen die der Musicals (50). Damit zeichnete sich ein deutlicher Wandel im Vergleich zu früheren Trends ab.
Ein Grand Prix wurde in diesem Jahr nicht vergeben – ein seltenes Ereignis in der Geschichte des Wettbewerbs. Bisher war die höchste Auszeichnung nur einmal, im Jahr 2006, an Irina Kowalskaja aus Odessa gegangen. Stattdessen vergaben die Organisatoren eine ungewöhnlich hohe Anzahl an Preisen: In jeder Kategorie gab es drei Auszeichnungen, dazu mehrere Sonderpreise, darunter der Preis für das "Erfolgreiche Debüt" sowie eine besondere Würdigung von Ljudmila Lokajtschuk-Henneberger.
Auffällig war zudem der verstärkte Zuspruch von Teilnehmenden aus klassischen Musikhochschulen, die traditionell eher auf die Oper spezialisiert sind. Jurymitglied Georgi Isaakjan lobte die hohe Qualität der Operettenaufführungen und zeigte sich optimistisch für die Zukunft des Genres – angesichts des Talents der jungen Künstler.
Die internationale Beteiligung festigte den Ruf des Wettbewerbs weiter. Teilnehmer aus Minsk (Belarus) und Taschkent (Usbekistan) traten neben ihren russischen Kollegen an und unterstrichen damit den Stellenwert der Veranstaltung als bedeutendes kulturelles Ereignis.
Mit einem breiteren Teilnehmerspektrum als je zuvor endete der Jubiläumswettbewerb. Mehr Studierende mit klassischer Ausbildung beteiligten sich, und die Operette gewann wieder an Bedeutung – auf Kosten des Musicals. Die Veranstalter und Jurymitglieder blicken zuversichtlich auf die weitere Entwicklung des Genres.






