Saarland startet Milliardenprojekt für klimaneutralen Stahl bis 2030
Großes Stahl-Entkarbonisierungsprojekt im Saarland gestartet
Im Saarland läuft derzeit ein bedeutendes Projekt zur Dekarbonisierung der Stahlproduktion an. Mit öffentlicher Förderung soll der CO₂-Ausstoß bis Anfang der 2030er-Jahre um bis zu 55 Prozent gesenkt werden. Nach Fertigstellung wird die Anlage ab 2028/29 jährlich 3,3 Millionen Tonnen klimafreundlichen Stahl produzieren.
Das Vorhaben Power4Steel, geleitet von Rogesa – einem Joint Venture der Unternehmen Dillinger und Saarstahl – erhielt am 13. Februar 2026 die Genehmigung. Nur zehn Tage später, am 23. Februar, begannen offiziell die Bauarbeiten. Das Gelände umfasst 270.000 Quadratmeter und erfordert rund 25.000 Kubikmeter Beton.
Die Bauleitung obliegt dem Unternehmen Wolff & Müller, wobei Dr. Albert Dürr als geschäftsführender Gesellschafter fungiert. Auf der Baustelle sind 120 Arbeiter in zwei Schichten im Einsatz, unterstützt von sieben Turmdrehkränen. Zu den zentralen Bauwerken zählen ein „Rund-Eindicker“ sowie modernisierte Wassermanagementsysteme, die strengere ökologische Auflagen erfüllen sollen.
Mit einem Investitionsvolumen von sechs Milliarden Euro soll das Projekt in etwa 15 Monaten abgeschlossen sein. Ziel ist es, die Stahlproduktion im Saarland deutlich umweltfreundlicher zu gestalten.
Die fertige Anlage wird die Emissionen spürbar reduzieren, ohne die Stahlproduktion zu beeinträchtigen. Neue Infrastrukturen, darunter die Wassermanagementsysteme, sichern die Einhaltung der Umweltziele. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer nachhaltigen Stahlherstellung in der Region.






