Sabotageanschlag lässt Güterzug bei Essen entgleisen – gezielte Attacke auf Schienen
Stjepan HeinrichSabotageanschlag lässt Güterzug bei Essen entgleisen – gezielte Attacke auf Schienen
Sabotageakt lässt Güterzug bei Essen entgleisen
Am 12. Januar 2025 entgleiste ein Güterzug zwischen Essen und Oberhausen nach einem gezielten Sabotageakt. Ermittler entdeckten eine Metallklemme, die auf den Schienen platziert worden war und die Entgleisung auslöste. Kurz darauf sollte ein US-militärischer Konvoi dieselbe Strecke nutzen.
Seit 2022 verzeichnet Deutschland eine Zunahme mutmaßlicher Sabotageanschläge auf sein Verkehrsnetz. Allein 2025 registrierte das Bundeskriminalamt 93 Straftaten, die als gezielte Sabotage an Verkehrsinfrastrukturen eingestuft wurden – ein Anstieg gegenüber 78 Fällen im Jahr 2023. Zudem führte das Jahr eine neue rechtliche Kategorie ein: 12 Delikte wurden unter „agenturgestützte Sabotagevorbereitung“ erfasst, eine Einstufung, die in den beiden Vorjahren nicht vorkam.
Im Mai 2025 nahmen die Behörden zwei Männer fest, die der Planung von Brand- und Bombenanschlägen auf den deutschen Güterverkehr beschuldigt wurden. Beide galten als niederrangige Agenten. Im September durchsuchten Ermittler dann ein Frachtschiff in den Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals, nachdem der Verdacht auf Drohnenaufklärung gegen ein Marineschiff aufgekommen war.
Auch über die deutschen Grenzen hinaus kam es zu Anschlägen: Im Herbst 2025 sprengten zwei Ukrainer im Auftrag Russlands eine Bahnstrecke zwischen Warschau und Lublin. Diese Vorfälle sind Teil eines größeren Musters von Störungen, die europäische Verkehrsnetze betreffen.
Die Entgleisung bei Essen unterstreicht die wachsende Bedrohung durch gezielte Angriffe auf kritische Infrastruktur. Die deutschen Behörden ermitteln weiter und reagieren auf die Vorfälle. Die steigende Zahl dokumentierter Sabotagefälle zeigt einen besorgniserregenden Trend.






