Schizophrener Täter zu zwölf Jahren Haft wegen grausamen Mordes verurteilt
Emma KochSchizophrener Täter zu zwölf Jahren Haft wegen grausamen Mordes verurteilt
Ein 25-jähriger Mann ist wegen des brutalen Mordes an einer älteren Frau zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Der Angeklagte, bei dem Schizophrenie diagnostiziert wurde, wurde des Mordes in Verbindung mit Raub und Vergewaltigung für schuldig befunden. Seine psychische Erkrankung spielte im Prozess und bei der Strafzumessung eine zentrale Rolle.
Die Tat begann, als der Täter durch eine unverschlossene Balkontür in die Wohnung des Opfers eindrang. Ursprünglich wollte er Wertgegenstände stehlen, doch die Gewalt eskalierte. Er überfiel die Frau, knebelte sie mit ihrer eigenen Unterwäsche, woraufhin sie erstickte.
Nach dem Mord nutzte er ihre Bankkarte für kleinere Einkäufe in Kehl und Offenburg. Die Polizei nahm ihn später am Bahnhof Offenburg fest, nachdem seine DNA – bereits aus früheren kleineren Straftaten in der Datei – mit Spuren vom Tatort übereinstimmte.
Der Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, da beim Angeklagten Schizophrenie diagnostiziert worden war. Zwar erkannte das Gericht seine psychische Erkrankung als mildernden Umstand an, betonte jedoch auch erschwerende Faktoren: Habgier, Heimtücke sowie die Absicht, während des Angriffs weitere Straftaten zu begehen.
Nach deutschem Recht könnte der Verurteilte vorzeitig entlassen werden, falls sich sein Zustand durch Medikamente bessert und er zwei Drittel seiner Strafe verbüßt hat.
Der Mann muss nun eine zwölfjährige Haftstrafe wegen Mordes in Verbindung mit Raub und sexualisierter Gewalt antreten. Seine Schizophrenie beeinflusste sowohl die nicht-öffentliche Verhandlung als auch die Strafzumessung. Der Fall geht nun in die Vollstreckungsphase über, in der sein psychischer Gesundheitszustand über eine mögliche vorzeitige Entlassung entscheiden wird.






