SPD-Spitzenpolitikerin fordert AfD-Verbot und lehnt jede Zusammenarbeit ab
Lukas HoffmannSPD-Spitzenpolitikerin fordert AfD-Verbot und lehnt jede Zusammenarbeit ab
Eine führende Vertreterin der SPD hat die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) scharf verurteilt. Serpil Midyatlı, stellvertretende Bundesvorsitzende der Sozialdemokraten, bezeichnete die Partei als „unmenschlich und demokratiefeindlich“ und lehnte jede Zusammenarbeit mit ihr kategorisch ab. Ihre Äußerungen erfolgten als Reaktion auf den Vorschlag eines früheren SPD-Politikers, Minderheitsregierungen mit Duldung der AfD im Parlament zu prüfen.
Midyatlı bezog in einer deutlichen Zurückweisung Position gegen Torsten Albig, den ehemaligen Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein. Albig hatte seine Parteikollegen aufgefordert, über die Bildung von Minderheitsregierungen nachzudenken, die auf die tolerierende Haltung der AfD im Parlament angewiesen wären. Midyatlı wies diesen Ansatz entschlossen zurück und betonte, sie werde die AfD „immer und überall“ als Sozialdemokratin bekämpfen.
Sie ging noch einen Schritt weiter und forderte eine sofortige Prüfung, ob die AfD mit dem Grundgesetz vereinbar sei. Zudem sprach sie sich für ein Verbot der Partei aus und argumentierte, deren Politik und Rhetorik stellten eine direkte Bedrohung für die demokratischen Werte Deutschlands dar.
Ihre Aussagen unterstreichen die tiefen Gräben innerhalb der SPD im Umgang mit dem wachsenden Einfluss der AfD. Während einige, wie Albig, eine pragmatische Annäherung vorschlagen, besteht Midyatlı auf einer kompromisslosen Ablehnung der Rechtspopulisten.
Die SPD steht nun vor einer klaren inneren Zerrissenheit in ihrer Haltung zur AfD. Midyatlıs Forderung nach einer verfassungsrechtlichen Überprüfung und einem generellen Verbot markiert eine unnachgiebige Haltung gegen jede Form der Zusammenarbeit. Die Debatte spiegelt die größeren Spannungen in der deutschen Politik wider, da die AfD in Landes- und Bundestagswahlen an Zuspruch gewinnt.






