Spritpreise explodieren über Nacht: Vier Cent mehr pro Liter an deutschen Tankstellen
Lukas HoffmannSpritpreise explodieren über Nacht: Vier Cent mehr pro Liter an deutschen Tankstellen
Spritpreise in Deutschland schnellen am Mittwoch stark in die Höhe – Autofahrer zahlen über Nacht mehr als vier Cent pro Liter mehr
Der plötzliche Preissprung erfolgte mit Inkrafttreten einer neuen Preisregelung, die die Kosten auf den höchsten Stand seit Monaten trieb.
Ein Großteil des vergangenen Jahres war von stabilen oder sogar leicht rückläufigen Spritpreisen geprägt. Noch 2025 lag der Durchschnittspreis für Super E10 bei rund 1,688 Euro pro Liter, während Diesel bei etwa 1,65 Euro pendelte. Doch bis März 2026 stiegen die monatlichen Durchschnittswerte auf 2,022 Euro für Super und 2,164 Euro für Diesel. Am 31. März, kurz vor Einführung der neuen Regelung, erreichten die Preise mit 2,107 Euro für Super und 2,316 Euro für Diesel ihren vorläufigen Höhepunkt.
Der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) machte Ölkonzerne für die Ausnutzung der Situation verantwortlich. Herbert Rabl, Sprecher der Branchenvereinigung, argumentierte, dass unternehmerische Preispolitik und die höhere Mehrwertsteuer – nicht staatliche Steuern – die eigentlichen Treiber des Preisanstiegs seien. Er wies Vorwürfe zurück, wonach Abgaben schuld seien, und bezeichnete diese als Versuch, Autofahrer in die Irre zu führen.
Noch am ersten Tag der neuen Regelung kletterte der bundesweite Durchschnittspreis für Super E10 von 2,099 auf 2,147 Euro pro Liter. Der Verband warf den Unternehmen vor, die Situation für überhöhte Preise auszunutzen, und ließ die Last der plötzlichen Teuerung auf die Verbraucher abwälzen.
Der erste Tag der Regelung brachte damit sofort steigende Kosten mit sich und belastet die ohnehin angespannten Haushaltsbudgets zusätzlich. Mit den nun höchsten Preisen seit über einem Jahr müssen Autofahrer an der Zapfsäule tiefer in die Tasche greifen. Der Branchenverband fordert mehr Transparenz bei der Preisgestaltung für Kraftstoffe.






