Stephan Zenker wird neuer Mönchengladbacher Polizeichef – diese Ziele verfolgt er
Emma KochStephan Zenker wird neuer Mönchengladbacher Polizeichef – diese Ziele verfolgt er
Stephan Zenker ist zum neuen Polizeichef von Mönchengladbach ernannt worden. Seine offizielle Vereidigung findet am 30. April 2023 statt und beendet damit ein zweijähriges Auswahlverfahren. Die Verzögerung ergab sich aus Änderungen der rechtlichen Bestimmungen für die Besetzung von Führungspositionen in der regionalen Polizei.
Die Suche nach einem neuen Polizeichef hatte begonnen, nachdem der bisherige rechtliche Rahmen überarbeitet worden war. Die Neuregelungen verlängerten den Auswahlprozess, sodass die endgültige Entscheidung über den geplanten Zeitrahmen hinausgeschoben wurde. Zenker übernimmt nun die Leitung der 840 Mitarbeiter zählenden Polizeidirektion der Stadt.
Mönchengladbach steht vor anhaltenden Herausforderungen in bestimmten Stadtteilen, in denen sich Anwohner unsicher fühlen. Zenker hat betont, dass er sich der Lösung dieser Probleme widmen und die Lebensqualität in belasteten Vierteln verbessern werde. Gleichzeitig unterstreicht er die Bedeutung des Erhalts des öffentlichen Vertrauens in die Polizei.
Einer der Schwerpunkte Zenkers liegt auf Präsenz und Erreichbarkeit. Die Bürger sollen sich wohlfühlen, wenn sie sich mit ihren Sorgen an die Beamten wenden. Um dies zu unterstützen, befürwortet er den Einsatz von Körperkameras, von denen er sich eine deeskalierende Wirkung in angespannten Situationen erhofft. Zwar gibt es noch keine stadtweite Strategie für den Einsatz solcher Kameras, doch die Krankenhauspolizei in Dortmund wird ab Mitte Januar 2026 einen Testlauf starten.
Zenker würdigte das solide Fundament, das sein Vorgänger Mathis Wiesselmann hinterlassen hat. Er plant, diese Arbeit fortzuführen und gleichzeitig die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern zu stärken. Wiesselmann wird im Rahmen einer Abschiedsveranstaltung geehrt, bevor Zenker seine Aufgaben vollständig übernimmt.
Zenkers Führung wird sich auf Sicherheit, Transparenz und Bürgerbeteiligung konzentrieren. Sein Ansatz verbindet moderne Hilfsmittel wie Körperkameras mit traditionellen polizeilichen Werten. Nun bleibt abzuwarten, wie sich seine Strategien in den kommenden Monaten in der Praxis bewähren.






