29 March 2026, 22:02

Strikteres Jugendschutzgesetz: Alkohol für Teenager bald komplett tabu

Karte von Australien, die den Prozentsatz von Minderjährigen in jedem Bundesstaat hervorhebt.

Strikteres Jugendschutzgesetz: Alkohol für Teenager bald komplett tabu

Ein neuer Gesetzentwurf zielt darauf ab, die steigenden Suchtraten unter Jugendlichen in Deutschland einzudämmen. Die geplanten Änderungen des Jugendschutzgesetzes sehen vor, Ausnahmen für den kontrollierten Alkoholkonsum von Jugendlichen abzuschaffen.

Bundesfamilienministerin Karin Prien setzt sich für strengere Regeln ein, darunter ein Verbot des sogenannten "begleiteten Trinkens" für 14- und 15-Jährige. Der Vorstoß ist Teil einer umfassenderen Reform der Kinder- und Jugendhilfe. Betroffen ist insbesondere die bisherige Ausnahme, die es Kindern ab 14 Jahren erlaubt, in Begleitung ihrer Eltern Bier, Wein oder Sekt zu trinken. Künftig soll dies vollständig verboten werden. Das Ministerium warnt, dass früher Alkoholkonsum zu gesundheitlichen Risiken, gewalttätigem Verhalten und Vernachlässigung führen kann.

Neben den Alkoholbeschränkungen führt der Entwurf weitere Maßnahmen zum Jugendschutz ein. Dazu gehören strengere Altersgrenzen, verbesserte Programme zur Medienkompetenz sowie eine Meldepflicht für extremistische Vorfälle an Schulen. Der Vorschlag stößt jedoch auf Kritik bei Politikern und Kinderrechtsorganisationen.

Unionspolitiker fordern ein generelles Verbot von sozialen Medien für Kinder, während Jugendverbände klare Leitlinien statt pauschaler Verbote bevorzugen. Kinderrechtsorganisationen lehnen strikte Verbote ab und setzen stattdessen auf Aufklärung und Begleitung. Der Entwurf befindet sich derzeit in der Anhörung mit Beteiligten und soll noch in diesem Jahr im Bundestag zur Abstimmung kommen.

Falls das Gesetz verabschiedet wird, entfällt das Recht auf begleiteten Alkoholkonsum für junge Teenager, und es werden neue Schutzmaßnahmen gegen Suchtverhalten eingeführt. Schulen und Eltern müssen dann strengere Meldepflichten bei extremistischem Verhalten und Substanzmissbrauch einhalten. Die Reformen markieren einen deutlichen Kurswechsel in Deutschlands Jugendschutzpolitik.

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