Strompreise steigen im März – wer mit intelligentem Laden noch spart
Strompreise in Deutschland stiegen im März erneut an – einige Haushalte mussten trotz Sparbemühungen höhere Rechnungen begleichen. Der Anstieg fällt mit einem deutlichen Anzug der Gaspreise zusammen, der unter anderem auf die Spannungen im Nahen Osten zurückzuführen ist. Besitzer von Elektroautos und Nutzer intelligenter Stromzähler verzeichneten einen leichten Preisanstieg, während andere durch angepasste Ladezeiten ihre Kosten geringfügig senken konnten.
An den Großhandelsmärkten schwankten die Strompreise Anfang März stark: Plötzliche Preissprünge und -einbrüche prägten den Markt. Der anhaltende Konflikt mit Beteiligung des Irans trieb die Gaspreise in die Höhe, was sich wiederum auf die Stromkosten insgesamt auswirkte. Auch die Tarife für Neukunden zogen im Laufe des Monats leicht an.
Ladeverhalten von E-Auto-Besitzern verändert sich spürbar: Die Aktivität in den frühen Morgenstunden zwischen 4 und 6 Uhr nahm zu, während das Abendladen im Vergleich zum Februar zurückging. Wer sich am besten an die Preisschwankungen anpasste – etwa durch intelligentes Laden –, konnte die Stromrechnung um fast 7 % drücken. Die meisten Nutzer mit flexiblen Tarifen zahlten jedoch rund 3 % mehr als im Vormonat.
Norwegen zeigt, wie intelligente Zähler helfen können: Fast jeder Haushalt dort ist damit ausgestattet, und 93 % der Kunden nutzen dynamische Tarife. Daten des Energieanbieters Tibber aus dem Jahr 2025 belegen, dass die besten 10 % der Nutzer mit Solarstrom und E-Auto nur 22 Cent pro Kilowattstunde zahlten – verglichen mit 26 Cent für diejenigen mit E-Auto, aber ohne Solaranlage. Edgeir Aksnes, der globale CEO von Tibber, fordert Deutschland nun auf, den Ausbau intelligenter Zähler zu beschleunigen und zur nationalen Priorität zu erklären.
Die jüngsten Preisanpassungen unterstreichen, wie stark sich Gaskosten und globale Spannungen auf die Stromrechnungen auswirken. Haushalte, die ihre Ladezeiten anpassen, können zwar sparen – doch die meisten müssen mit steigenden Ausgaben rechnen. Angesichts der bewährten Lösung in Norwegen könnte Deutschland stärker auf ein intelligenteres Energiemanagement drängen.






