Tausend Menschen fordern in Berlin mehr Rechte für Menschen mit Behinderungen
Lukas HoffmannTausend Menschen fordern in Berlin mehr Rechte für Menschen mit Behinderungen
Hunderte Demonstranten zogen am Samstag durch Berlin, um bessere Rechte und mehr Inklusion für Menschen mit Behinderungen zu fordern. Die Kundgebung fand nur wenige Tage vor der ersten Lesung geplanter Reformen des Behindertengleichstellungsgesetzes im Bundestag statt.
Der Marsch begann am Brandenburger Tor und endete am Roten Rathaus. Nach Polizeischätzungen nahmen etwa 1.000 Menschen an der Demonstration teil. Zu den Organisatoren zählten eine Vielzahl von Wohlfahrtsverbänden, sozialen Organisationen und Behindertenrechtsvereinen.
Auf der Abschlusskundgebung sprachen unter anderem Berlins Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) und Bundestagsvizpräsident Bodo Ramelow (Linke) zu den Versammelten. Auch mehrere Abgeordnete beteiligten sich an der Veranstaltung. Den Abschluss bildete die Übergabe einer Petition, in der rechtlich verbindliche Barrierefreiheitsstandards gefordert werden.
Die Demonstration fand vor der Bundestagssitzung am Donnerstag statt, bei der die Abgeordneten über Aktualisierungen des Behindertengleichstellungsgesetzes beraten werden. Aktivisten drängen auf stärkere Schutzmaßnahmen und klarere Verpflichtungen für den öffentlichen und privaten Sektor.
Im Mittelpunkt der Proteste standen konkrete gesetzliche Änderungen zur Verbesserung der Barrierefreiheit. Da der Bundestag in dieser Woche über die Reformen berät, hoffen die Organisatoren, dass die Petition die Abgeordneten zu strengeren Inklusionsmaßnahmen bewegen wird. Die Veranstaltung vereinte Aktivisten, Politiker und Behindertenvertreter in einem gemeinsamen Zeichen der Forderung nach mehr Teilhabe.






