05 May 2026, 00:08

Tempolimit 50 im Elm-Wald: Rettung für bedrohte Feuersalamander

Ein europäischer Feuersalamander sitzt auf dem Boden in einem wöldlichen Gebiet umgeben von trockenen Blättern, Zweigen und Pflanzen.

Tempolimit 50 im Elm-Wald: Rettung für bedrohte Feuersalamander

Tempo-50-Zone zum Schutz seltener Amphibien: Neue Regelung im Elm-Wald

Ab Mitte Mai gilt auf einer Landstraße im Elm-Wald ein Tempolimit von 50 km/h, um seltene Amphibien zu schützen. Die Maßnahme kommt zu einer Zeit, in der der Bestands des Feuersalamanders – eine für das Bundesland bedeutende Art – durch Verkehr und Lebensraumverlust zunehmend bedroht ist. Die Geschwindigkeitsbegrenzung betrifft die L629 zwischen Erkerode und Tetzelstein und bleibt bis Ende September in Kraft.

Feuersalamander sind an ihrem auffälligen schwarz-gelben oder orangefarbenen Muster leicht zu erkennen, das von Tier zu Tier variiert. Die Amphibien bevorzugen bewaldete Gebiete mit natürlichen Bächen und Quellen, wo sie sich oft in Felsspalten, unter Totholz oder zwischen Steinen verstecken. Ihre Paarungszeit beginnt Anfang März und dauert bis Mai, während sich die Larven bis September entwickeln.

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Die Population im Elm-Wald ist besonders gefährdet, da ihre Lebens- und Fortpflanzungsräume direkt an die L629 grenzen, wo die Tiere über lange Zeiträume aktiv sind. Der Straßenverkehr führt nicht nur zu direkten Tötungen, sondern erzeugt auch durch vorbeifahrende Fahrzeuge Druckwellen, die für die Salamander tödlich enden können.

Neben dem Verkehr bedrohen Lebensraumzerstörung und die Salamanderpest das Überleben der Art. Das neue Tempolimit soll die Zahl der Verkehrstoten verringern und auch anderen Amphibien wie dem Kammmolch und dem Springfrosch Schutz bieten. Autofahrer werden zudem davor gewarnt, Feuersalamander anzufassen: Bei Bedrohung sondern die Tiere ein Hautgift ab, das Hautreizungen auslösen kann.

Die Geschwindigkeitsbegrenzung bleibt bis Ende September bestehen und deckt die kritischen Monate der Amphibienwanderung ab. Die Behörden hoffen, dass die Maßnahme die Todesfälle reduziert und den einzigartigen Feuersalamander-Bestand im Elm-Wald erhält. Mit ihrem markanten Erscheinungsbild und ihrer ökologischen Bedeutung steht die Art im Mittelpunkt der Naturschutzbemühungen der Region.

Quelle