THEAS-Theater in München bekommt neue Leitung mit inklusivem Debüt
THEAS-Theater in der Jakobstraße steht vor einem Führungswechsel
Das THEAS-Theater in der Jakobstraße bereitet sich auf einen Wechsel an der Spitze vor. Claudia Timpner, die das Haus seit 2022 leitet, wird am 1. August 2023 zurücktreten. Ihre Nachfolgerin, Kornelia Eng-Huniar, übernimmt mit einer frischen Vision – beginnend mit einer inklusiven Neuinszenierung von Bitte (Nicht) Einsteigen.
Unter Timpners Leitung erweiterte das THEAS sein Programm auf etwa 60 bis 70 Aufführungen pro Jahr. Zudem bietet das Theater jährlich rund 20 Kurse an, die etwa 3.500 Zuschauer:innen und 300 Teilnehmer:innen der Theaterschule anziehen. Trotz finanzieller Herausforderungen blieb der Fokus auf gesellschaftlichem Engagement stets erhalten.
Eng-Huniar, eine ausgebildete Opernsängerin (Sopran), trat europaweit auf und ist seit 2011 Teil des THEAS-Ensembles. Zuvor unterstützte sie Timpner in administrativen Funktionen. Ihr Debüt als Direktorin wird die Neuauflage von Bitte (Nicht) Einsteigen sein – eine speziell für sehbehinderte Zuschauer:innen adaptierte Produktion. Die Inszenierung umfasst eine live eingespielte Audiodeskription, bei der die Erzählerin direkt in das Bühnengeschehen eingebunden ist.
Der Wechsel markiert ein neues Kapitel für das THEAS, das weiterhin künstlerischen Anspruch mit gemeinnützigem Engagement verbindet. Eng-Huniars erste Produktion wird den Ton für ihre Amtszeit setzen. Das Theater bleibt ein zentraler Kulturort in der Jakobstraße, der jährlich Tausende Besucher:innen und Studierende anzieht. Die finanziellen Belastungen bestehen fort, doch das Bekenntnis zu Barrierefreiheit und gesellschaftlicher Wirkung bleibt unverändert.






