04 April 2026, 12:03

Türkei feiert WM-Qualifikation nach dramatischem 1:0 gegen den Kosovo

Eine große Menschenmenge marschiert während des Berlin Pride 2019 die Straße entlang, viele tragen Kappen und Schutzbrillen, einige halten Fahnen, mit Bannern, Laternenmasten, Bäumen und Gebäuden im Hintergrund bei bewölktem Himmel.

Türkei feiert WM-Qualifikation nach dramatischem 1:0 gegen den Kosovo

Türkei sichert sich Platz bei der WM 2026 nach spannendem 1:0-Sieg gegen den Kosovo

Die Türkei hat sich mit einem knappen 1:0-Sieg im entscheidenden Qualifikations-Playoff-Finale gegen den Kosovo für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 qualifiziert. Das Siegtor in der 53. Minute durch Kerem Aktürkoğlu löste in ganz Europa Jubelfeiern aus. Besonders in Berlin, wo eine große türkische Community lebt, strömten Hunderte Fans auf die Straßen, um den historischen Moment zu feiern.

Das entscheidende Spiel fand in der kosovarischen Hauptstadt Priština statt, wo die türkische Nationalmannschaft auf einen kämpferischen Gegner traf. Bei einem standesgemäßen 0:0 zur Halbzeit war es Mittelfeldspieler Kerem Aktürkoğlu, der kurz nach dem Wiederanpfiff die Blockade durchbrach und mit dem einzigen Treffer des Spiels die Qualifikation perfekt machte. Damit kehrt die Türkei nach mehr als zwei Jahrzehnten Abwesenheit auf die WM-Bühne zurück.

In Berlin versammelten sich die Fans spontan am Kurfürstendamm, einer der bekanntesten Prachtstraßen der Stadt. Autokorsos mit türkischen Flaggen fuhren durch die Straßen, während Anhänger Transparente schwenkten und Sprechchöre anstimmten. Die Feiern verliefen jedoch nicht ganz ohne Zwischenfälle – wie ein Polizeisprecher später berichtete, gab es vereinzelt illegale Feuerwerke und Pyrotechnik-Einsätze.

Die Qualifikation bedeutet die dritte WM-Teilnahme der Türkei nach ihrem Debüt 1954 und dem herausragenden Auftritt 2002, als das Team unter der Führung von Stürmerstar Hakan Şükür bis ins Halbfinale vorstieß und am Ende Dritter wurde – das beste Ergebnis in der türkischen WM-Geschichte. Die Ausgabe 2026 wird in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen und bietet der türkischen Mannschaft erneut die Chance, sich auf der weltweiten Bühne zu beweisen.

Die türkische Gemeinschaft in Berlin, die rund 300.000 Menschen umfasst, prägt seit langem das kulturelle Leben der Stadt. Vom legendären Döner in Kreuzberg bis hin zu jährlichen Veranstaltungen wie dem Türkischen Straßenfest reicht ihr Einfluss – in Küche, Musik, Kunst und Politik. Der gestrige Sieg vertiefte diese Verbindung noch weiter, als Fans aller Generationen gemeinsam ihre Nationalmannschaft anfeuerten.

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Mit dem Erfolg steht die Türkei nun im erweiterten Teilnehmerfeld der WM 2026 und beendet damit eine lange Wartezeit seit ihrem letzten Auftritt. Die Feiern in Berlin zeigten einmal mehr die Leidenschaft der türkischen Diaspora in der Stadt, auch wenn es vereinzelt zu kleineren Ausschreitungen kam. Während die Vorbereitungen nun beginnen, wird das Team daran arbeiten, an den historischen dritten Platz von 2002 anzuknüpfen.

Quelle