Unionsanhänger uneins: Soll es die Linke oder die AfD als Koalitionspartner geben?
Moritz MüllerUnionsanhänger uneins: Soll es die Linke oder die AfD als Koalitionspartner geben?
Vor den anstehenden Landtagswahlen heizen sich die Debatten über mögliche Koalitionen weiter an. Eine neue Umfrage zeigt, dass die Anhänger der Union gespalten sind: Ein Teil bevorzugt die Linke als Partner, ein anderer die AfD. Die CDU hingegen hat eine Zusammenarbeit mit beiden Gruppen in jeglicher formaler Form kategorisch ausgeschlossen.
Laut der Erhebung sprechen sich 48 Prozent der Unionswähler für ein Bündnis mit der Linken aus, während 27 Prozent der AfD den Vorzug geben. Diese Präferenzen verdeutlichen die Herausforderungen, die nach der Wahl auf die Bildung einer stabilen Regierung zukommen könnten.
Die CDU hat ihre Position klar bezogen: Weder Koalitionsverträge noch ähnliche Absprachen mit der Linken oder der AfD werden angestrebt. In Sachsen-Anhalt bleibt jedoch eine Minderheitsregierung denkbar – mit eventueller fallweiser Zusammenarbeit mit der Linken.
Die Meinungen zur „Brandmauer“ gegen die AfD gehen auseinander. Fast die Hälfte der Befragten – 45 Prozent – ist überzeugt, dass dieser Ausschluss der Partei sogar nützt, indem er ihren Status als Außenseiter festigt.
Da keine klare Mehrheit in Sicht ist, könnte die nächste Regierung auf die Unterstützung entweder der Linken oder der AfD angewiesen sein. Die Weigerung der CDU, mit einer der beiden Parteien formal zusammenzuarbeiten, wirft jedoch die Frage auf, wie eine stabile Regierung zustande kommen soll. Das Wahlergebnis könnte die Parteien zu schwierigen Entscheidungen über parteiübergreifende Kooperationen zwingen.






