03 May 2026, 10:09

USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – Europa muss Sicherheit selbst stärken

Karte veranschaulicht die Erweiterung der NATO von 1949 bis heute, wobei die Regionen farblich nach dem Jahr der Aufnahme codiert sind.

USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – Europa muss Sicherheit selbst stärken

Die USA haben Pläne bekannt gegeben, 5.000 Soldaten von Militärstandorten in Deutschland abzuziehen. Dieser Schritt ist Teil einer umfassenderen Verringerung der US-Truppenpräsenz in Europa. Deutsche Regierungsvertreter bezeichneten die Entscheidung als absehbar, betonten jedoch die Notwendigkeit, dass Europa seine eigene Verteidigung stärken müsse.

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Aktuell sind in Deutschland etwa 38.000 US-Soldaten stationiert, darunter wichtige Kommandostellen für die US-Operationen in Europa und Afrika. Der Abzug, der voraussichtlich sechs bis zwölf Monate dauern wird, folgt anhaltenden Gesprächen zwischen der NATO und US-Vertretern über die Zukunft der Truppeneinsätze.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius wiederholte, dass die Reduzierung erwartet worden sei. Gleichzeitig forderte er Europa auf, mehr Verantwortung für seine Sicherheit zu übernehmen. Bundeskanzler Friedrich Merz kritisierte unterdessen die USA für ihr Vorgehen im Konflikt mit dem Iran und warf Washington vor, es fehle an einer klaren Ausstiegsstrategie.

Als Reaktion darauf rief US-Präsident Donald Trump Merz dazu auf, sich stattdessen auf die Lösung des Russland-Ukraine-Konflikts zu konzentrieren. Der Truppenabzug erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland plant, die Bundeswehr von 185.000 auf 260.000 Soldatinnen und Soldaten auszubauen.

NATO-Vertreter arbeiten derzeit mit den USA zusammen, um die Details des Abzugsprozesses zu finalisieren. Die Verringerung der US-Truppen wird die militärische Präsenz in Deutschland im kommenden Jahr neu gestalten. Die Aufstockung der Bundeswehr soll einen Teil der Lücken schließen, die durch den Abzug der amerikanischen Streitkräfte entstehen. NATO und US-Behörden stimmen sich weiterhin ab, um den Übergang reibungslos zu gestalten.

Quelle