Vier neue Traditionen werden deutsches immaterielles Kulturerbe – von Handwerk bis Volksfest
Emma KochVier neue Traditionen werden deutsches immaterielles Kulturerbe – von Handwerk bis Volksfest
Deutschland hat vier neue Traditionen in seine Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Zu den jüngsten Ergänzungen zählen das handwerkliche Herrenschneiderhandwerk, die Schaustellerkultur auf Volksfesten sowie zwei regionale Bräuche. Staatsminister für Kultur Wolfram Weimer und die Deutsche UNESCO-Kommission gaben die Neuerungen bekannt.
Die neuen Eintragungen reihen sich ein in bereits anerkannte Traditionen wie die Fischereipraktiken in der Ostsee oder die St.-Martins-Umzüge im Rheinland.
Die Deutsche UNESCO-Kommission und Kulturstaatsminister Wolfram Weimer präsentierten die aktualisierte Liste. Darunter findet sich nun auch das Handwerk des maßgeschneiderten Herrenanzugs, eine über Generationen weitergegebene Fertigkeit. Zudem wurde die Schaustellerkultur auf Volksfesten für ihre Bedeutung in der öffentlichen Unterhaltung gewürdigt.
Bisher waren bereits traditionelle Fischereimethoden der Ostsee als lebenswichtiger regionaler Wirtschaftszweig verzeichnet. Ebenfalls auf der Liste standen Straßenfußball auf dem Bolzplatz sowie die St.-Martins-Umzüge im Rheinland – Bräuche, die lokale Identität und Gemeinschaftsgeist in verschiedenen Teilen Deutschlands widerspiegeln.
Ziel der Auswahl ist es, Traditionen zu bewahren, die das kulturelle Leben prägen. Jeder neue Eintrag wird vor der Aufnahme von Fachleuten geprüft. So wird sichergestellt, dass nur Praktiken mit tiefer historischer und gesellschaftlicher Bedeutung in die endgültige Liste aufgenommen werden.
Mit den vier Neuzugängen steigt die Zahl der in Deutschland anerkannten immateriellen Kulturgüter auf über 100. Die Liste umfasst nun ein noch breiteres Spektrum an Handwerkskünsten, Festen und regionalen Bräuchen. In den kommenden Jahren werden weitere Vorschläge geprüft und gegebenenfalls aufgenommen.






