Warendorfs Stadtrat behält umstrittene Straßennamen gegen Bürgerwillen bei
Moritz MüllerWarendorfs Stadtrat behält umstrittene Straßennamen gegen Bürgerwillen bei
Der Stadtrat von Warendorf hat beschlossen, die Namen von drei Straßen trotz der Empfehlung eines Bürgergremiums zur Umbenennung beizubehalten. Die Entscheidung folgte einer Debatte über Kosten und lokale Präferenzen. Letztlich stimmten die Ratsmitglieder gegen die Änderungen und verwiesen auf finanzielle Bedenken.
Im Mittelpunkt der Diskussion standen die Wagenfeldstraße, der Agnes-Miegel-Weg und die Heinrich-Tenhumberg-Straße. Ein Bürgerbündnis hatte sich für neue Bezeichnungen eingesetzt, doch die Ratsmehrheit argumentierte, dass der Austausch der Straßenschilder rund 5.700 Euro kosten würde – eine Ausgabe, die sie als unnötig ansahen.
Kompromissvorschläge, wie etwa die Anbringung eines Zitats des Warendorfer Autors Paul Schallück, wurden ebenfalls abgelehnt. Der Ratsherr André Wenning betonte, dass die Meinung der Anwohner bei der endgültigen Entscheidung stärker gewichtet wurde. Zudem bleibt eine Tafel mit einem Zitat von Agnes Miegel am Rathaus erhalten.
Reinhold Schoppmann, Vertreter des Bürgerbündnisses, kritisierte das Ergebnis scharf. Er warf dem Rat vor, übergeordnete Belange zugunsten administrativer Bequemlichkeit ignoriert zu haben. Die abschließende Abstimmung bestätigte den Status quo – weder die Straßennamen noch zusätzliche Beschilderungen werden geändert.
Mit der Entscheidung des Stadtrats behalten die drei Straßen ihre bisherigen Namen. Die Kosten von 5.700 Euro für neue Schilder waren ein entscheidender Grund für die Ablehnung des Antrags. Weitere Schritte zur Umbenennung oder zur Anbringung zusätzlicher Tafeln sind nicht zu erwarten.






