"Wheelie Show": Hamburg feiert inklusives Tanzspektakel auf Rädern und Rollstühlen
Lukas Hoffmann"Wheelie Show": Hamburg feiert inklusives Tanzspektakel auf Rädern und Rollstühlen
„Wheelie Show“: Ein inklusives Tanzspektakel auf Rädern feiert Premiere in Hamburg
In Hamburg hat jetzt eine neuartige inklusive Tanzperformance Premiere gefeiert: „Wheelie Show“ verbindet Rollschuhe, Rollstühle und allerlei Objekte mit Rädern zu einer mitreißenden Bühnenshow. Das Stück setzt sich mit dem hektischen Tempo des modernen Lebens auseinander – und jenen seltenen Momenten, in denen Menschen wirklich innehalten. Schon vor Beginn der Vorstellung sind die Stimmen der Tänzer*innen zu hören, die in aufgezeichneten Reflexionen über diese Themen sprechen.
Die Produktion entstand im Rahmen von „Rolling Good Times“, einem Tanzkurs unter der Leitung der Choreografin Eng Kai Er und Jana Mahn. Auf einer öffentlichen Rollschuhbahn im Hamburger „Planten un Blomen“-Park trafen hier Performende mit und ohne Behinderung aufeinander. Herausgekommen ist eine dynamische Inszenierung, in der die Hälfte der Tänzer*innen auf Rollschuhen unterwegs ist, während die anderen Rollstühle nutzen.
Auf der Bühne integriert das Ensemble Alltagsgegenstände mit Rädern – Koffer, Tretroller, Skateboards – in seine Choreografien. Besonders beeindruckend sind die einfallsreichen Hebefiguren, bei denen Rollschuhfahrer*innen auf Rollstühlen balancieren und damit gängige Vorstellungen von Bewegung herausfordern. Die Show oszilliert zwischen ruhigen und chaotischen Passagen und verbindet künstlerische Tiefe mit spielerischer Unterhaltung.
Die Kostüme orientieren sich an Radfahrerbekleidung, Motocross und der Formel 1 und unterstreichen so das Thema Geschwindigkeit. Die gestalterischen Entscheidungen spiegeln die zentrale Frage des Stücks wider: Wann kommt der ständige Strom des Lebens endlich zur Ruhe?
„Wheelie Show“ vereint Tänzer*innen aller Fähigkeiten zu einem visuell beeindruckenden Spektakel. Durch die Kombination von Rollschuhen, Rollstühlen und rollenden Requisiten stellt die Performance herkömmliche Ideen von Bewegung und Rhythmus infrage – und regt das Publikum dazu an, das eigene Verhältnis zu Tempo im Alltag zu hinterfragen.






