Wiesbaden diskutiert: Haben Städtepartnerschaften noch eine Zukunft in Europa?
Moritz MüllerWiesbaden diskutiert: Haben Städtepartnerschaften noch eine Zukunft in Europa?
Wiesbaden veranstaltet am 28. April 2026 eine öffentliche Debatte über die Zukunft der Städtepartnerschaften. Unter dem Titel "Städtepartnerschaften – überholtes Modell oder Brücke in die Zukunft?" sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, über die Rolle dieser Verbindungen im heutigen Europa zu diskutieren. Der Eintritt ist frei; die Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr im Stadtmuseum am Markt.
Die Landeshauptstadt unterhält derzeit 18 Städtepartnerschaften, von denen einige fast ein Jahrhundert zurückreichen. Seit jeher dienen diese Verbindungen dem kulturellen Austausch und der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Doch die anstehende Debatte fragt: Sind solche Partnerschaften heute noch zeitgemäß?
Auf dem Podium kommen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft zu Wort. René Brosius, Christian Hepp, Birgit Reichwald-Dohmes, Anke Henningsen und Anna Hesse bringen ihre Perspektiven ein, moderiert von Dr. Martina Schaad und Wiebke Roth. Thematisch reicht die Diskussion von Förderprogrammen und persönlichen Begegnungen bis zur Einbindung junger Menschen in die Gestaltung dieser internationalen Beziehungen.
Die Veranstaltung ist Teil der Wanderausstellung "Erzähl mir von Europa!" und will Stimmen aus ganz Europa zusammenbringen. Die Organisatoren sehen darin eine Chance, zuzuhören, zu hinterfragen und neu zu denken, wie Erzählungen, Dialog und gemeinsame Erfahrungen Europa jenseits formaler Verträge prägen.
Im Herzen Wiesbadens bietet die Debatte eine Plattform für offenen Austausch. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können sowohl die Herausforderungen als auch die Chancen von Städtepartnerschaften in einem sich wandelnden Europa beleuchten. Die Ergebnisse könnten beeinflussen, wie die Stadt und andere Kommunen diese Kooperationen in den kommenden Jahren gestalten.






