Wiesbadener Jusos setzen mit neuer Doppelspitze auf sozialen Kurswechsel
Lukas HoffmannWiesbadener Jusos setzen mit neuer Doppelspitze auf sozialen Kurswechsel
Die Wiesbadener Jusos schlagen einen neuen Kurs mit Doppelspitze ein
Anou Kaiser und Adrian Kämpfer übernehmen gemeinsam die Führung der Organisation, unterstützt von Amina Salihagic in ihrem Team. Ihre Wahl fällt in eine Phase, in der die Jusos im Vorfeld der anstehenden Koalitionsgespräche der Stadt stärkeren sozialen Kurs fordern.
Vor den Verhandlungen haben die Jusos klare Forderungen aufgestellt: Die SPD müsse mit voller Überzeugung in die Gespräche gehen und sich nicht zu früh auf einen Partner festlegen. Im Mittelpunkt steht für sie der Erhalt der sozialen Sicherheit – geplante Kürzungen bei öffentlichen Leistungen würden ihrer Ansicht nach die Grundfesten Wiesbadens untergraben.
Kritik üben sie an potenziellen Koalitionspartnern, die Einschnitte bei Bildung, Wohnraum und sozialer Infrastruktur vorschlagen. Solche Maßnahmen widersprächen dem Fortschritt, den die Stadt in diesen Bereichen erzielt habe, argumentieren die Jusos. Stattdessen fordern sie mehr Investitionen, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken – statt nur bestehende Ressourcen zu verwalten.
Kaiser und Kämpfer wollen mit ihrer Führung die eigene Partei in die Pflicht nehmen: Die Debatten sollen verschärft, Druck ausgeübt werden, damit soziale Themen Priorität behalten. Ihre Haltung spiegelt einen breiteren Anspruch wider, eine progressive Mehrheit zu formen – die aktuelle Koalition sei von den Wähler:innen nicht abgewählt worden, betonen sie.
Als Erfolge verweisen die Jusos auf stabile Arbeitsmärkte und den Ausbau von Wohnraum. Wiesbaden solle auf diesen Errungenschaften aufbauen, statt sie zurückzufahren. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob ihr Ansatz Unterstützung findet oder ob die neue Führung früh auf Widerstand stößt.
Mit ihren Forderungen setzen die Jusos einen deutlichen Akzent für die Koalitionsverhandlungen. Ihr Widerstand gegen soziale Kürzungen und ihr Appell für mehr Investitionen werden die anstehenden Diskussionen prägen. Das Ergebnis wird entscheiden, ob ihr Einfluss in Wiesbadens politischem Gefüge wächst – oder ob sie auf Ablehnung stoßen.






