25 March 2026, 16:05

Woidke warnt vor wachsender Infrastruktur-Kluft zwischen Ost und West

Alte Karte Polens mit roter Linie und handgeschriebenem Text auf vergilbtem Papier.

Woidke warnt vor wachsender Infrastruktur-Kluft zwischen Ost und West

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke hat sich besorgt über die anhaltenden Infrastrukturdefizite zwischen Ost- und Westdeutschland geäußert. Bei einer aktuellen Stellungnahme betonte er, dass trotz jahrzehntelanger Investitionen zur Überwindung der Unterschiede seit der Wiedervereinigung weiterhin erhebliche Disparitäten bestünden.

Woidke verwies auf konkrete Beispiele vernachlässigter Infrastruktur im Osten: Die neu gebaute Brücke über die Oder verfügt trotz lokalen Bedarfs nur über ein Gleis. Gleichzeitig ist die Bahnstrecke Berlin–Küstrin auf deutscher Seite weder elektrifiziert noch durchgehend zweigleisig ausgebaut, was die Effizienz stark einschränkt.

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Er stellte diesen Zustand dem gut ausgebauten Grenzgebiet zu Frankreich gegenüber. Laut Woidke wirken sich solche Ungleichheiten direkt auf die Lebensqualität der Bürger in den ostdeutschen Bundesländern aus und erschweren den Alltag in puncto Verkehr und Anbindung.

Obwohl Ostdeutschland in den vergangenen 30 Jahren über Programme wie den Solidarpakt pro Kopf höhere Investitionen erhielt, wird kritisiert, dass die bundesweite Förderung nicht ausreicht. Modernisierung und Instandhaltung hinken den westdeutschen Regionen hinterher. Woidke ruft nun die ostdeutschen Länder – Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen – dazu auf, sich zu einer gemeinsamen Forderung nach fairer Behandlung zusammenschließen.

Ein zentrales Anliegen seiner Initiative ist die Aufwertung der Ostbahn-Strecke, die dringend an moderne Standards angepasst werden müsse. Ohne stärkeren gemeinsamen Einsatz drohe der Investitionsstau in der Infrastruktur weiter zu wachsen, warnt Woidke.

Sein Appell zur Einheit der ostdeutschen Länder zielt darauf ab, bessere Finanzmittel und Entwicklungsprojekte durchzusetzen. Die anhaltenden Unterschiede bei Schiene, Straße und Verkehrswegen prägen weiterhin den Alltag in der Region. Ohne weitere Investitionen könnte sich die Kluft zwischen Ost und West noch weiter vertiefen.

Quelle