23 March 2026, 20:02

250 Frauen fordern Zehn-Punkte-Plan gegen Männergewalt und digitale Misshandlung

Frauen in grünen T-Shirts bei einer Demonstration, die weiße Schilder halten, mit vielen anderen Mädchen im Hintergrund.

250 Frauen fordern Zehn-Punkte-Plan gegen Männergewalt und digitale Misshandlung

Bündnis von 250 prominenten Frauen in Deutschland präsentiert 10-Punkte-Plan gegen Männergewalt

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Ein Zusammenschluss von 250 einflussreichen Frauen in Deutschland hat einen Zehn-Punkte-Plan vorgelegt, um Gewalt durch Männer zu bekämpfen. Zu der Gruppe gehören Politikerinnen, Aktivistinnen und Prominente, die sich für strengere Gesetze gegen digitale Misshandlung und Sexualstraftaten einsetzen. Ihre Forderungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Bundesregierung neue Gesetzesvorhaben im Bereich Cyberkriminalität vorbereitet.

Unter den Unterzeichnerinnen befinden sich SPD-Vorsitzende Bärbel Bas, die Co-Vorsitzende der Grünen Franziska Brantner, Schauspielerin Veronica Ferres und Klimaaktivistin Luisa Neubauer. Sie fordern dringende Rechtsreformen, darunter ein Verbot von KI-gestützten "Nacktbild-Apps", die Menschen auf Fotos ohne deren Zustimmung entkleiden. Zudem verlangt das Bündnis strafrechtliche Konsequenzen für die Erstellung oder Verbreitung nicht konsensualer sexualisierter Deepfakes.

Die Initiative setzt sich außerdem für ein Digitales Schutzgesetz ein, das Plattformen verpflichtet, schädliche Inhalte zügig zu löschen und Verantwortliche zu identifizieren. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Einführung von Femizid als eigenständigen Straftatbestand im Strafgesetzbuch. Zudem soll das Prinzip der ausdrücklichen Zustimmung ("Only Yes Means Yes") verankert werden, bei dem nur eine klare Einwilligung als rechtlich gültig gilt.

Die Bundesregierung hat unterdessen angekündigt, im Frühjahr 2026 ein Gesetz zum Schutz vor digitaler Gewalt vorzulegen. Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) bestätigte, dass der Entwurf die strafrechtliche Verfolgung sexualisierter Deepfakes regeln und Lücken wie heimliche Aufnahmen in Umkleidekabinen schließen werde. Das Vorhaben steht im Einklang mit den Koalitionsvereinbarungen zwischen CDU/CSU und SPD zur Reform der Cyberkriminalitätsgesetze; die Kabinettsbefassung ist kurz nach dem 23. März 2026 geplant.

Ziel der geplanten Gesetze ist es, rechtliche Grauzonen zu beseitigen und den Schutz vor digitaler und sexualisierter Gewalt zu stärken. Bei Verabschiedung drohen Tätern härtere Strafen, während Opfer besser unterstützt werden sollen. Der Regierungsentwurf spiegelt den wachsenden Druck durch Kampagnen wider – etwa jene, die von Collien Fernandes initiiert wurden.

Quelle