290.000 Euro für ein neues Logo: Hessens Rebranding in der Kritik
Der Bund der Steuerzahler Hessen prüft das jüngste Rebranding-Projekt der Landesregierung. Kritiker monieren die Ausgaben von 290.000 Euro für die Entwicklung eines neuen Corporate Designs und stellen infrage, ob die öffentlichen Mittel sinnvoll eingesetzt wurden.
Die Staatskanzlei bestätigte, dass die neue visuelle Identität rund 290.000 Euro kostete. Die Gesamtkosten bleiben jedoch unklar, da interne Leistungen und die schrittweise Einführung eine Rolle spielen. Vergleichbare oder teurere Landesprojekte der jüngeren Vergangenheit wurden nicht genannt.
Joachim Papendick, Vorsitzender des Steuerzahlerbundes, argumentiert, das Geld hätte besser in Bildung, Infrastruktur oder innere Sicherheit fließen sollen. Er hinterfragt den Zeitpunkt und die Notwendigkeit des Relaunches und betont, dass die Bürgerinnen und Bürger stärker von direkten Investitionen in öffentliche Dienstleistungen profitieren würden.
Der Bund der Steuerzahler schließt nicht aus, das Projekt in seinem jährlichen "Schwarzbuch: Die öffentliche Verschwendung" aufzuführen. Die Publikation listet Fälle auf, in denen staatliche Ausgaben als überzogen oder ungerechtfertigt gelten. Zwar erkennt die Vereinigung die Notwendigkeit eines modernen Erscheinungsbildes an, pocht jedoch auf strengere Prioritäten bei der Haushaltsplanung.
Die Prüfung läuft noch, während der Verband abwägt, ob der Nutzen des Rebrandings im Verhältnis zu den Kosten steht. Sollte das Projekt als unverhältnismäßig eingestuft werden, könnte es als weiteres Beispiel fragwürdiger Staatsausgaben in das "Schwarzbuch" aufgenommen werden. Die Landesregierung hat bisher keine weiteren Details zu den langfristigen Kosten der Umsetzung vorgelegt.






