Alabali-Radovan kritisiert Abschiebedebatten: "Syrer leisten bereits Wiederaufbau"
Stjepan HeinrichAlabali-Radovan kritisiert Abschiebedebatten: "Syrer leisten bereits Wiederaufbau"
Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan kritisiert Debatten über Abschiebungen von Syrern
Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan hat die anhaltenden Diskussionen über die Abschiebung von Syriengeflohenen scharf kritisiert. Solche Debatten schürten unnötige Verunsicherung bei denen, die bereits in Deutschland lebten, argumentierte sie. Ihre Äußerungen fielen im Rahmen einer Veranstaltung zum Jubiläum der Initiative „Neuer Aufbruch für Syrien“.
Bei dem Treffen betonten viele Teilnehmer ihre aktive Rolle beim Wiederaufbau Syriens. Gleichzeitig hoben sie ihre Beiträge zur Integration in Deutschland hervor. Alabali-Radovan wies darauf hin, dass Syrerinnen und Syrer seit Langem den Wiederaufbau ihres Heimatlandes unterstützten.
Die Ministerin zeigte sich frustriert über Forderungen, Syriengeflohene müssten „endlich“ beim Wiederaufbau ihres Landes mithelfen. Solche Aussagen bezeichnete sie als ungerecht und realitätsfremd. Stattdessen forderte sie, die bereits geleisteten Anstrengungen stärker anzuerkennen.
Für die Zukunft kündigte Alabali-Radovan an, die in Deutschland lebenden Diaspora-Gemeinschaften enger in Entwicklungsprojekte einzubinden. Ihr Wissen und ihre Erfahrungen könnten die internationale Zusammenarbeit stärken, betonte sie.
Die Aussagen der Ministerin unterstreichen die anhaltenden Beiträge von Syrerinnen und Syrern – sowohl in Deutschland als auch in ihrer Heimat. Ihr Vorstoß, das Know-how der Diaspora stärker in die Entwicklungszusammenarbeit einzubeziehen, markiert eine Neuausrichtung der Politik. Die Debatte über Abschiebungen bleibt indes ein umstrittenes Thema.






