30 March 2026, 16:17

Anna Netrebko feiert triumphale Rückkehr an die Berliner Staatsoper – trotz Proteste

Gruppe von Menschen auf einer Bühne im Royal Opera House in London, mit beleuchteten Dekorationen und einem Publikum darunter.

Anna Netrebko feiert triumphale Rückkehr an die Berliner Staatsoper – trotz Proteste

An der Berliner Staatsoper Unter den Linden feierte eine Neuinszenierung von Un ballo in maschera Premiere – mit der Sopranistin Anna Netrebko in der Hauptrolle. Die Aufführung erntete im Saal begeisterten Applaus, während draußen eine kleine Gruppe mit ukrainischen Fahnen protestierte.

Die unter der Leitung von Enrique Mazzola stehende Oper markierte Netrebkos Rückkehr in die Rolle der Amelia im Rahmen des Weihnachtsprogramms. Ihr Auftritt an der Staatsoper erfolgte Jahre nach ihrem letzten Gastspiel dort. Im März 2026 hatte sie in Nabucco vor ausverkauftem Haus gesungen – trotz anhaltender Diskussionen über ihre angeblichen Verbindungen zu Russlands Präsident Wladimir Putin. Diesmal versammelten sich etwa 50 Demonstranten vor dem Opernhaus und skandierten Parolen wie "Keine Bühne für Putin-Unterstützer" und "Russland ist ein Terrorstaat".

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Die Sopranistin, die sowohl die russische als auch die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt, stand in der Vergangenheit wegen Auftritten in Russland in der Kritik. Intendantin Elisabeth Sobotka betonte jedoch, Netrebko habe sich öffentlich von dem Land distanziert und sei seitdem nicht mehr dorthin zurückgekehrt. Im Saal honorierte das Publikum sowohl die Sängerin als auch das Orchester mit starkem Beifall.

Netrebko blickt auf eine lange Verbindung zur Berliner Opernszene zurück: Sie trat bereits an der Staatsoper auf und gastierte beim Classic Open Air auf dem Gendarmenmarkt. Trotz der Kontroversen ziehen ihre Auftritte weiterhin großes Publikum und positive Reaktionen auf sich.

Die Premiere von Un ballo in maschera verlief künstlerisch erfolgreich, spiegelte aber auch die gesellschaftliche Spaltung wider. Während Netrebkos Darstellung im Saal gefeiert wurde, machten die Proteste draußen die anhaltenden politischen Spannungen deutlich. Die Entscheidung der Staatsoper, sie zu engagieren, zeigt das schwierige Balanceakt zwischen künstlerischem Anspruch und öffentlicher Stimmung.

Quelle