14 March 2026, 20:03

Apotheken protestieren bundesweit für faire Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen

Eine Gruppe von Menschen hält Schilder und Plakate vor einem Gebäude, während zwei Personen im Vordergrund sitzen und ein Müllcontainer rechts zu sehen ist, während einer Demonstration in Deutschland.

Apotheken protestieren bundesweit für faire Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen

Apotheken in ganz Deutschland bereiten sich auf Protesttag am 23. März vor

Inhabende und Apothekerverbände haben in großen Städten wie Berlin, Düsseldorf, Hannover und München Kundgebungen organisiert. Mit der Aktion wollen sie von der Politik bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen durchsetzen – es handelt sich jedoch nicht um einen offiziellen Streik oder eine gewerkschaftlich geführte Maßnahme.

Im Mittelpunkt der Proteste steht die Forderung nach einer grundlegenden Überarbeitung des geplanten Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetzes. Zentrale Punkte sind die Anhebung der seit 2013 bei 8,35 Euro eingefrorenen Festvergütung, um die gestiegenen Kosten widerzuspiegeln, sowie eine bessere Bezahlung pharmazeutischer Dienstleistungen. Die Organisatoren lehnen zudem Pläne ab, nach denen Pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) Apotheken leiten dürfen, und fordern ein Ende der umsatzsteuerfreien Rückvergütungen.

Ob eine Apotheke teilnimmt, liegt allein in der Entscheidung der Geschäftsführung. Mitarbeiter können nicht gezwungen werden, an den Kundgebungen teilzunehmen, falls ihr Arbeitsplatz für den Tag schließt. Sie müssen jedoch ihren regulären Lohn erhalten, und Arbeitgeber dürfen keine Nacharbeit für ausgefallene Stunden verlangen. Stattdessen können während der Schließung Aufgaben wie Bestandsprüfungen oder Büroarbeiten anfallen.

Die Versorgung der Patienten bleibt durch Notdienstapotheken sichergestellt. Die Proteste sind so konzipiert, dass sie die grundlegende Versorgung nicht beeinträchtigen, aber gleichzeitig ein deutliches Signal an die Politik senden.

Die Demonstrationen spiegeln die seit Langem schwelende Unzufriedenheit über stagnierende Vergütungen und wachsenden wirtschaftlichen Druck wider. Apothekeninhaber fordern unverzügliche Änderungen, um die Zukunft des Sektors zu sichern. Das Ergebnis könnte beeinflussen, wie die Bundesregierung den anstehenden Reformgesetzentwurf ausgestaltet.

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