Brenntag-Aktie unter Druck: Jefferies stuft auf "Underperform" herab und senkt Kursziel
Stjepan HeinrichBrenntag-Aktie unter Druck: Jefferies stuft auf "Underperform" herab und senkt Kursziel
Die Aktien von Brenntag SE sind erneut unter Druck geraten, nachdem die Investmentbank Jefferies den Chemiegroßhändler auf "Underperform" herabgestuft hat. Die Entscheidung folgt anhaltenden Problemen mit schwacher Nachfrage und steigenden Kosten in der gesamten Branche. Analysten rechnen nun mit weiteren Herausforderungen für die Aktienperformance des Unternehmens.
Die Herabstufung spiegelt die generellen Schwierigkeiten in der chemischen Vertriebsbranche wider. Die schwache globale Nachfrage – insbesondere in der Automobil- und Bauindustrie – belastet die Finanzen von Brenntag. Trotz leichter Zuwächse im Bereich Spezialchemikalien zeigen die jüngsten Quartalszahlen des Unternehmens weiterhin schwache Margen, bedingt durch zögerliche Verkäufe und höhere Beschaffungskosten.
Brenntag hat zwar durch Übernahmen seinen Marktanteil ausgebaut, doch das organische Wachstum bleibt schwierig. Während die Aktie am 13. März 2026 bei 49,20 Euro schloss – ein leichter Anstieg um 0,24 % –, schwankte der Kurs im intratägigen Handel am 15. März zwischen 48,47 und 49,43 Euro. Jefferies hat ein neues Kursziel von 42 Euro festgelegt, was einem potenziellen Rückgang von 15 % gegenüber dem aktuellen Niveau entspricht.
Auch andere Analysten zeigen sich zurückhaltend. Sowohl die Deutsche Bank als auch Warburg Research haben ihre Bewertung für Brenntag kürzlich auf "Halten" gesenkt. Das Geschäftsmodell des Unternehmens, das normalerweise von Preisschwankungen bei Chemikalien profitiert, reicht derzeit nicht aus, um den Nachfrageeinbruch auszugleichen.
Die Herabstufung und das angepasste Kursziel unterstreichen die Gegenwinde, mit denen Brenntag SE konfrontiert ist. Angesichts anhaltend schwacher Nachfrage und steigender Kosten bleibt die kurzfristige Perspektive unsicher. Anleger werden genau beobachten, ob der Bereich Spezialchemikalien das bescheidene Wachstum vorantreiben kann, das Analysten weiterhin erwarten.