Apothekenbranche kämpft mit alternder Belegschaft und drohendem Fachkräftemangel
Paul FischerApothekenbranche kämpft mit alternder Belegschaft und drohendem Fachkräftemangel
Deutschlands Apothekenbranche steht vor einer alternden Belegschaft
Fast ein Drittel der Apothekerinnen und Apotheker ist heute 56 Jahre oder älter – ein Trend, der Sorgen vor künftigem Personalmangel schürt. Die Entwicklung ist ausgeprägter als auf dem deutschen Arbeitsmarkt insgesamt, wo nur etwa ein Viertel der Beschäftigten in die Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen fällt.
Die aktuellen Zahlen zeigen: Die größte Gruppe unter den Apothekerinnen und Apothekern – 13,5 Prozent – ist zwischen 56 und 60 Jahre alt. Apothekenleiter sind im Schnitt 53,6 Jahre alt. Gleichzeitig sind jüngere Fachkräfte unterrepräsentiert: Nur 10,7 Prozent der Apotheker sind unter 30 Jahre alt, und die 31- bis 35-Jährigen machen gerade einmal 12,5 Prozent der Belegschaft aus.
In öffentlichen Apotheken zeigt sich ein ähnliches Bild: Hier liegt das Durchschnittsalter der Apothekerinnen und Apotheker bei 48,4 Jahren. Männer in der Branche sind mit durchschnittlich 50,1 Jahren tendenziell etwas älter als ihre Kolleginnen, die im Schnitt 47,8 Jahre alt sind.
In den nächsten 15 Jahren wird der Renteneintritt der Babyboomer-Generation die Lage weiter verschärfen. Wenn ältere Apotheker den Beruf verlassen, stehen zu wenige jüngere Nachwuchskräfte bereit, um sie zu ersetzen. Aktuelle Statistiken für 2024, inklusive detaillierter Altersverteilungen, liegen noch nicht vor – die genauen Konturen der Belegschaft bleiben damit unvollständig.
Da ein Drittel der Apotheker kurz vor dem Renteneintritt steht, könnte die Branche bald mit massiven Personalengpässen kämpfen. Das Ungleichgewicht zwischen älteren und jüngeren Beschäftigten deutet auf eine wachsende Herausforderung hin, die Versorgung aufrechtzuerhalten. Ohne mehr Nachwuchs im Berufsstand könnten die Folgen für die Apotheken in den kommenden Jahren noch gravierender werden.






