Mario Basler attackiert Nagelsmann und DFB: "Heuchlerische Kader-Entscheidungen!"
Stjepan HeinrichMario Basler attackiert Nagelsmann und DFB: "Heuchlerische Kader-Entscheidungen!"
Der ehemalige Nationalspieler Mario Basler hat scharfe Kritik an Bundestrainer Julian Nagelsmann und dem DFB geübt. Seine Äußerungen zielen auf die Spielerauswahl, disziplinäre Bedenken und die Ausrichtung des deutschen Fußballs vor der WM 2026 ab. Aus Frust hat Basler sogar seine finanzielle Unterstützung für den Verband zurückgezogen.
Besonders hinterfragte Basler Nagelsmanns Entscheidung, Leroy Sané und Antonio Rüdiger in den Kader zu berufen. Sanés aktuelle Leistungen bei Galatasaray rechtfertigten laut Basler keine Rückkehr in die Nationalmannschaft. Rüdigers frühere disziplinäre Verfehlungen machten ihn in seinen Augen zu einem ungeeigneten Repräsentanten des Teams.
Der Ex-Mittelfeldspieler ging noch weiter und warf dem DFB Heuchelei vor. Mit der Nominierung Rüdigers widerspreche der Verband seinen eigenen proklamierten Werten, so Basler. Zudem äußerte er Skepsis gegenüber Nagelsmanns Auswahlstrategie, die vielseitige Spieler gegenüber Spezialisten bevorzugt. Die taktische Flexibilität des Trainers – etwa Goretzkas Kopfballstärke oder ein möglicher Wechsel Kimmichs ins Mittelfeld – habe den Kader geprägt, doch Basler bleibt überzeugt.
Seine Erwartungen an die deutsche WM-Teilnahme fallen verhalten aus. Ein Viertelfinale wäre aus seiner Sicht ein realistisches Ziel. Selbst einen Rücktritt Nagelsmanns nach dem Turnier hält er für denkbar. Um seinen Unmut zu unterstreichen, kündigte Basler seine UEFA-Pro-Lizenz-Mitgliedschaft und stellte die finanzielle Förderung des DFB ein.
Baslers Kritik spiegelt die Spannungen bei den WM-Vorbereitungen Deutschlands wider. Sein Rückzug signalisiert tiefere Unzufriedenheit mit der DFB-Führung und den Kaderentscheidungen. Die Debatte über Spielerauswahl und taktische Ausrichtung wird sich voraussichtlich bis zum Turnier fortsetzen.






