18 March 2026, 16:11

Baden-Württemberg testet: Wie E-Autos das Stromnetz stabilisieren – ganz ohne Smart Meter

Elektrofahrzeug-Ladestation auf einem Parkplatz mit umgebenen Infrastruktur, Grünflächen und einem bewölkten Himmel.

Baden-Württemberg testet: Wie E-Autos das Stromnetz stabilisieren – ganz ohne Smart Meter

Neues Feldprojekt in Baden-Württemberg: Wie Elektroautos das Stromnetz unterstützen – ohne intelligente Zähler oder Vertragsänderungen

Ein innovatives Pilotprojekt in Baden-Württemberg erforscht, wie Elektrofahrzeuge das Stromnetz stabilisieren können, ohne dass dafür intelligente Stromzähler oder Anpassungen der Verträge nötig sind. Unter dem Namen LadeFlexBW hat die Initiative seit ihrem Start im Oktober 2023 bereits über 1.200 private E-Auto-Fahrerinnen und -Fahrer gewonnen. Ziel ist es, ein flexibles System zu schaffen, das sowohl den Fahrzeughaltern als auch dem Energienetz zugutekommt.

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Das Pilotvorhaben startete Ende 2023 und richtet sich an Privatpersonen mit Elektroautos in der gesamten Region. Bis März 2026 hatte sich die Teilnehmerzahl auf mehr als 1.200 Fahrzeuge erhöht – ein deutliches Zeichen für das frühe Interesse an dem Konzept.

LadeFlexBW nutzt das bestehende Standardlastprofil (SLP), sodass Fahrzeughalter ohne Änderungen ihres Stromvertrags teilnehmen können. Im Gegensatz zu anderen Flexibilitätsprogrammen kommt das Projekt ohne intelligente Zähler aus, was die Umsetzung deutlich vereinfacht.

Die Teilnehmer profitieren von einer automatisierten Ladeoptimierung, die sicherstellt, dass ihre Fahrzeuge zu den effizientesten Zeiten geladen werden. Zudem gibt es ein transparentes Vergütungsmodell: Über das sogenannte Flexibilitätsmarketing entsteht für die Fahrer eine zusätzliche Einnahmequelle, indem sie durch angepasste Ladegewohnheiten zur Netzsicherheit beitragen.

Das Projekt ist bewusst skalierbar angelegt und lässt sich von einigen hundert auf zehntausende Fahrzeuge ausweiten. Die praxisnahen Tests liefern wertvolle Erkenntnisse darüber, wie auch kleine Flexibilitätslösungen die Energiesysteme, Netzentgelte und die Integration der E-Mobilität verbessern können.

Die Ergebnisse von LadeFlexBW könnten künftige Energiepolitiken und Ladedienstleistungen prägen. Mit bereits über 1.200 teilnehmenden Fahrzeugen zeigt das Projekt, dass Netflexibilität auch ohne aufwendige Infrastruktur funktioniert. Die Erkenntnisse könnten in den kommenden Jahren maßgeblich dazu beitragen, die Wechselwirkung zwischen Elektrofahrzeugen und Stromnetz weiterzuentwickeln.

Quelle