Bankfilialen auf dem Land verschwinden – ist die Bargeldversorgung in Gefahr?
Heinz-Walter Koch IIBankfilialen auf dem Land verschwinden – ist die Bargeldversorgung in Gefahr?
Bankfilialen und Sparkassenzweigstellen auf dem Land verschwinden in alarmierendem Tempo
Die BSW-Landtagsfraktion in Brandenburg hat nun Alarm geschlagen angesichts des rasanten Rückgangs von Bankstellen in ländlichen Regionen und warnt, dass die Bargeldversorgung auf dem Land zunehmend gefährdet ist. Die Entwicklung hat Forderungen nach Maßnahmen zum Schutz der finanziellen Grundversorgung außerhalb der Städte laut werden lassen.
Die Zahl der Bankfilialen in Deutschland ist drastisch gesunken – allein 2024 um 8,4 Prozent. Nur noch 17.870 Standorte gibt es, da immer mehr Kunden auf Online-Banking umsteigen und die Institute Kosten sparen. Die Deutsche Bundesbank führt diesen Trend auf die Zunahme digitaler Zahlungen und die finanzielle Belastung der Kreditgeber zurück.
In Brandenburg hat die BSW-Fraktion besonders auf die Folgen für ländliche Gemeinden hingewiesen. Fraktionschef Niels-Olaf Lüders warnte, dass sich die Bargeldversorgung in diesen Regionen weiter verschlechtere. Das Thema wurde während einer Klausurtagung der Fraktion in der Schorfheide erörtert.
Der BSW-Abgeordnete Christian Dorst hat die Landesregierung nun aufgefordert, die Auswirkungen der Filialschließungen zu prüfen. Er fordert Maßnahmen, um sicherzustellen, dass Sparkassen in ländlichen Gebieten weiterhin ein vollständiges Finanzdienstleistungsangebot vorhalten. Zudem bereitet die BSW eine formelle Initiative vor, um das Problem gezielt anzugehen.
Der Rückgang der Bankfilialen zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung – das digitale Banking verdrängt zunehmend die klassischen Dienstleistungen. Mit ihrem Vorstoß will die BSW den Zugang zu Bargeld für die ländliche Bevölkerung sichern. Die Landesregierung wird die Lage nun bewerten und über Schritte beraten, um die finanzielle Teilhabe zu erhalten.






