Kult-Disko Agostea in Koblenz: Auktionen wecken Erinnerungen und Irrtümer
Beatrix FiebigKult-Disko Agostea in Koblenz: Auktionen wecken Erinnerungen und Irrtümer
Die ehemalige Diskothek Agostea in Koblenz sorgt auch nach ihrer Schließung weiterhin für Aufsehen. Bei einer Reihe von Auktionen kamen Gegenstände aus dem Kultclub unter den Hammer – darunter eine Slush-Eis-Maschine und eine Ritterrüstung. Fans und Sammler aus ganz Europa zeigen großes Interesse daran, ein Stück der 25-jährigen Clubgeschichte zu erwerben.
Die erste Versteigerung Ende März lockte Bieter aus Belgien, Rumänien und der Schweiz an. Ein bemerkenswerter Käufer, ein Ingenieur aus Zürich, reiste eigens nach Koblenz – in der Annahme, es handele sich um den gleichnamigen Ort in der Schweiz. Erst vor Ort bemerkte er seinen Irrtum, fuhr aber mit der Slush-Eis-Maschine als Trophäe wieder heim.
Die zweite Auktion, die noch bis zum 13. Mai läuft, bietet über 100 Objekte an. Zu den Highlights zählen eine klassische Discokugel, eine Konfettikanone und eine Massageliege. Viele dieser Stücke bleiben in Koblenz: Lokale Unternehmen haben Andenken ersteigert, um das Erbe des Clubs zu bewahren.
Die Erlöse aus den Versteigerungen fließen in den Rückbau der bestehenden Bauten auf dem Agostea-Gelände. Zwar wird ein gastronomisches Konzept für die Fläche in Betracht gezogen, doch über die künftige Nutzung oder einen Betreiber wurde noch nicht endgültig entschieden.
Die Auktionen geben Fans eine letzte Gelegenheit, sich mit der Vergangenheit der Agostea zu verbinden. Wie es auf dem Gelände weitergeht, steht noch in den Sternen – doch die Verkäufe sichern, dass ein Teil der Geschichte erhalten bleibt. Bis auf Weiteres warten die leeren Räume auf eine neue Vision.






