22 April 2026, 06:11

Berlin einigt sich auf Mietenregister und Wohnraumoffensive vor der Wahl

Blaupause eines Hauses mit der Aufschrift "Landhaus in Berlin" auf Papier gezeichnet, wahrscheinlich darstellend den architektonischen Plan des Hauses.

Berlin einigt sich auf Mietenregister und Wohnraumoffensive vor der Wahl

Berlins regierende CDU und SPD einigen sich auf Gesetzespaket gegen Wohnungsnot

Die Berliner Regierungsparteien CDU und SPD haben sich auf ein neues Gesetzespaket verständigt, das die Wohnungskrise in der Hauptstadt entschärfen soll. Die Vorhaben, die vor den in fünf Monaten anstehenden Landeswahlen verabschiedet werden sollen, setzen auf strengeren Mieterschutz und Maßnahmen zur Ausweitung des Wohnraums. Beide Parteien werden die Details am kommenden Mittwoch im Abgeordnetenhaus vorstellen.

Kernstück der Einigung ist ein Mietenregister, das die Mieten von 2,2 Millionen Haushalten erfassen soll. Das digitale System dient dazu, überhöhte Mieten oder Ausbeutung zu erkennen, während der Verwaltungsaufwand gering gehalten wird. Ein weiterer zentraler Punkt betrifft möblierte Wohnungen: Hier sollen schärfere Regeln verhindern, dass Vermieter überteuerte Mieten verlangen.

Das Paket sieht zudem vor, die Hausmeisterstellen in landeseigenen Wohnungsunternehmen auszubauen. Zudem werden die Verfahren zur Umwandlung von Gewerbeimmobilien in Wohnraum vereinfacht, um das Angebot zu erhöhen. Ein Streitpunkt bleibt jedoch ungelöst: Während die SPD die Gebühren für Parkvignetten für Anwohner erhöhen will, blockiert die CDU diesen Vorschlag weiterhin.

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Dirk Stettner (CDU) und Raed Saleh (SPD) werden die vollständigen Ergebnisse ihrer Verhandlungen am Mittwoch im Abgeordnetenhaus präsentieren. Die Einigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem beide Parteien vor den anstehenden Berliner Wahlen die Wohnungsprobleme angehen wollen.

Die neuen Gesetze führen ein digitales Mietenregister ein, um unfaire Preise zu überwachen und den Mieterschutz zu stärken. Vereinfachte Umwandlungen von Gewerbeimmobilien und mehr Hausmeisterstellen sollen das Wohnraumangebot erhöhen. Trotz der Fortschritte bleibt der Konflikt über die Anwohnerparkgebühren jedoch ungelöst.

Quelle