Mainzer Dezernentin nennt Eröffnung von Terminal 3 am Frankfurter Flughafen eine "Ohrfeige für die Bevölkerung"
Heinz-Walter Koch IIMainzer Dezernentin nennt Eröffnung von Terminal 3 am Frankfurter Flughafen eine "Ohrfeige für die Bevölkerung"
Mainzer Umwelt- und Verkehrsdezernentin Janina Steinkrüger hat die Eröffnung des Terminals 3 am Frankfurter Flughafen scharf kritisiert. Sie bezeichnete die Inbetriebnahme als ein "Beerdigungsritual für eine von Lärm gepeinigte Region" und warf den Flughafenbetreibern vor, jahrelange übermäßige Belastungen für die Anwohnerinnen und Anwohner ignoriert zu haben.
Steinkrüger betonte, dass die Lärmbelastung im Rhein-Main-Gebiet seit Jahren unerträglich sei. Die Region habe die Grenze des Zumutbaren im Luftverkehr bereits überschritten, so die Dezernentin. Ihrer Ansicht nach wurde das neue Terminal zwar gebaut, um die Kapazitäten auszuweiten – doch die Flugzahlen stagnierten trotz langjähriger Wachstumsversprechen.
Zudem stellte sie infrage, ob das geschlossene Terminal 2 jemals wiedereröffnet werde. Steinkrüger unterstellte den Flughafenverantwortlichen, sie setzten auf Billigfluglinien und den Ausbau des Frachtgeschäfts, um finanzielle Fehlkalkulationen zu vertuschen. Seit über einem Jahrzehnt, so ihre Kritik, würden Behörden steigende Passagier- und Flugzahlen prognostizieren – doch diese Vorhersagen hätten sich bisher nicht bewahrheitet.
Die Eröffnung des Terminals nannte sie eine "Ohrfeige für die Bevölkerung", die ohnehin schon unter dem Dauerlärm der Flugzeuge leide. Obwohl das neue Terminal die Kapazitäten erhöhen sollte, zeigen aktuelle Flugdaten keinen nennenswerten Anstieg. Steinkrügers Äußerungen spiegeln die anhaltenden Spannungen zwischen den Ausbauplänen des Flughafens und den Sorgen der Anwohner wider. Die Debatte über Lärmbelastung und nicht eingelöste Wachstumsprognosen dürfte damit weitergehen.






