BMW drosselt Gewinnprognose für 2026 – Kostendruck und schwache Märkte belasten den Konzern
Lukas HoffmannBMW drosselt Gewinnprognose für 2026 – Kostendruck und schwache Märkte belasten den Konzern
BMW senkt seine Finanzprognose für 2026 drastisch – eine deutliche Abkehr von früheren Erwartungen
Der Vorstand des Konzerns gab die Herabstufung am Dienstag bekannt und nannte steigende Kosten sowie Marktdruck als Hauptgründe für die Anpassung.
Die überarbeiteten Prognosen zeichnen ein düsteres Bild für die Automobilsparte: Der Gewinn pro Aktie wird nun deutlich niedriger ausfallen als bisher erwartet. Auch der Vorsteuergewinn des gesamten Konzerns soll im Vergleich zu den früheren Schätzungen spürbar sinken.
Die EBIT-Marge im Pkw-Geschäft wurde auf eine Spanne von 1 bis 3 Prozent korrigiert – zuvor war BMW noch von 4 bis 6 Prozent ausgegangen. Ebenso fällt die Kapitalrendite (Return on Capital Employed) in der Automobildivision mit nun 1 bis 5 Prozent deutlich geringer aus als die bisherige Prognose von 6 bis 10 Prozent.
Als Gründe für die Verschlechterung nannte BMW mehrere Belastungsfaktoren: Der anhaltende Nahost-Konflikt und stark gestiegene Energiekosten würgen die Geschäftstätigkeit ab. Zudem verschärfte sich der Rückgang auf dem chinesischen Automarkt im zweiten Quartal, was die Lage des Unternehmens weiter verschlechterte. Die Auslieferungen in der Automobilsparte dürften 2026 leicht unter dem Vorjahresniveau liegen.
Als Reaktion will BMW seine Sparmaßnahmen 2026 beschleunigen und verschärfen. Die Wirkung dieser Schritte soll sich jedoch erst in den folgenden Jahren zeigen.
Die angepasste Prognose spiegelt eine deutlich schwierigere Geschäftslage wider: Geringere Margen, sinkende Gewinne und eine nachlassende Nachfrage in Schlüsselmärkten prägen nun die Planung. Kostensenkungen werden künftig eine zentrale Rolle in der Unternehmensstrategie spielen.






