Insolvenz für Kretzschmar: BVB-Frauen holen DHB-Pokal - Borussia Dortmund holt nach 29 Jahren den zweiten DHB-Pokal-Titel
Die Frauen-Handballmannschaft von Borussia Dortmund hat zum zweiten Mal den DHB-Pokal gewonnen und damit eine 29-jährige Durststrecke seit ihrem ersten Triumph beendet. Im Finale trafen sie erstmals in der Geschichte des Wettbewerbs auf HSG Bensheim/Auerbach. Dortmund setzte sich mit einem deutlichen 30:25-Sieg durch und holte sich damit erneut den Titel.
Der Weg ins Finale begann mit einem knappen 35:32-Halbfinalsieg gegen HSG Blomberg-Lippe. Die Gegnerinnen aus Bensheim/Auerbach hatten sich zuvor in einem dramatischen Elfmeterschießen gegen den Thüringer HC durchgesetzt und damit den Einzug ins Endspiel geschafft.
Das Finale selbst gestaltete sich einseitig: Dortmund dominierte von Beginn an. Zum Kader gehörten die deutschen Vize-Weltmeisterinnen Alina Grijseels, Lisa Antl und Sarah Wachter, deren Erfahrung maßgeblich zum Erfolg beitrug.
Unterdessen erholte sich Blomberg-Lippe von der Halbfinalniederlage und sicherte sich mit einem 29:27-Sieg gegen den Thüringer HC den dritten Platz – ihr einziger Erfolg im Turnier. Zuvor hatten sie im Finale 2025 gegen HB Ludwigsburg mit 21:31 verloren.
Bensheim/Auerbach, trotz der Niederlage im Endspiel, hatte auf den ersten Pokalsieg der Vereinsgeschichte gehofft. Im Team stand mit Lucie-Marie Kretzschmar die Tochter der Handball-Legende Stefan Kretzschmar, doch gegen die entschlossene Dortmunder Mannschaft reichte es nicht.
Dortmunds Triumph beendet eine lange Wartezeit und bescherte der Mannschaft den zweiten DHB-Pokal nach fast drei Jahrzehnten. Der Sieg unterstreicht zudem die Stärke des Kaders, in dem Schlüsselspielerinnen zur richtigen Zeit überzeugten. Für Bensheim/Auerbach und Blomberg-Lippe blieb das Turnier eine Mischung aus Enttäuschung und dem kleinen Trost des dritten Platzes.