Braunschweiger Unternehmen fordern schnelle Hilfe gegen Baustellen-Chaos
Heinz-Walter Koch IIBraunschweiger Unternehmen fordern schnelle Hilfe gegen Baustellen-Chaos
Lokale Unternehmen in Braunschweig leiden unter langwierigen Bauprojekten
Handel und Gewerbe in Braunschweig kämpfen mit den Folgen der anhaltenden Bauarbeiten am Hagenmarkt, am Bültenweg und in der Helmstedter Straße. Geringere Kundenfrequenz und der Verlust von Parkplätzen belasten die Geschäfte schwer. Nun gibt es politische Initiativen, um die Probleme anzugehen.
Die BIBS-Gruppe und Stadtrat Robert Glogowski schlugen vor, einen Baustellenfonds wieder einzurichten, um betroffene Unternehmen zu unterstützen. Der Antrag stieß während der Ratssitzung auf Zustimmung, wobei Glogowski sich vehement für die Rückkehr des Fonds einsetzte.
Noch vor der Sitzung brachten die Fraktionen von SPD, CDU und Grünen in letzter Minute einen Änderungsantrag ein. Diese überarbeitete Version wurde angenommen und modifizierte Glogowskis ursprünglichen Vorschlag. Die Änderung sieht vor, dass zunächst die Wirksamkeit früherer Hilfsmaßnahmen geprüft und anschließend neue finanzielle sowie nicht-finanzielle Instrumente für die Unternehmen entwickelt werden. Zudem sollen klare, transparente Kriterien für die Unterstützung festgelegt werden.
Einige Ratsmitglieder, darunter Stefan Wirtz von der AfD, kritisierten, dass der Zeitplan für die Umsetzung zu zögerlich sei. Trotz der Vorbehalte wurde der Änderungsantrag verabschiedet.
Die Ergebnisse der Prüfung werden vor den Haushaltsberatungen für 2027/2028 den Ausschüssen des Rates vorgelegt. Der Bericht soll die Grundlage für künftige Hilfen an Unternehmen bilden, die unter langandauernden öffentlichen Baumaßnahmen leiden. Die Entscheidung markiert einen ersten Schritt, um die anhaltenden Beeinträchtigungen in der Stadt zu bewältigen.
