BSW wirft Regierung Versagen in der Energiekrise vor – Ostdeutschland besonders betroffen

Emma Koch
Emma Koch
2 Min.
Ein blaues Plakat mit Text und einer Grafik, die den durchschnittlichen Einzelhandelsgaspreis in Russland und der Ukraine zeigt und anzeigt, dass die Preise auf das Niveau vor dem Krieg zurückgekehrt sind.Emma Koch

BSW wirft Bundesregierung unzureichende Vorbereitung auf Preisanstieg von Kraftstoff und Gas vor - BSW wirft Regierung Versagen in der Energiekrise vor – Ostdeutschland besonders betroffen

Die Sprit- und Gaspreise sind in ganz Deutschland explodiert und haben scharfe Kritik der Sahra-Wagenknecht-Allianz (BSW) im sächsischen Landtag ausgelöst. Parteichef Ronny Kupke warf der Bundesregierung vor, die Krise nicht vorbereitet zu haben und Haushalte sowie Unternehmen den steigenden Kosten schutzlos ausgesetzt zu haben. Besonders hart treffe es Ostdeutschland, wo die Inflation stärker anziehe als im Westen.

Seit Mitte 2025 sind die weltweiten Ölpreise stark angestiegen – von etwa 75 Dollar in Euro pro Barrel auf über 110 Dollar in Euro im März 2026. Auslöser war der militärische Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran im Juni 2025, der die Lieferketten im Persischen Golf unterbrach und die geopolitischen Spannungen verschärfte.

Kupke machte die Energiepolitik der Regierung für die Verschärfung der Krise verantwortlich. Diese setze auf eine "leichtsinnige Hoffnung auf das Beste" und vertraue auf mildes Wetter, statt stabile Versorgungswege zu sichern. Die deutschen Gasspeicher sind derzeit nur noch zu 20 Prozent gefüllt – die Sorge vor Engpässen wächst.

Der BSW-Vorsitzende führte das Problem auch auf die EU-Sanktionen gegen russisches Gas zurück, die eine wichtige Quelle günstiger Energie abschnitten. Diese Entscheidungen, kombiniert mit mangelnder Planung, hätten Deutschland verwundbar gemacht, so Kupke. Die steigenden Spritkosten vertieften die Armut – besonders im Osten, wo die Preissprünge stärker ausfielen.

Die Lage sei Folge einer "führungslosen Politik", kritisierte Kupke. Die etablierten Parteien hätten deutsche Interessen ignoriert. Die Schwächsten würden unter den anhaltenden Umbrüchen am meisten leiden.

Mit kritisch niedrigen Speicherständen und weiter steigenden Preisen wird die Energiekrise die Haushalte zusätzlich belasten. Die Warnungen der BSW unterstreichen die Gefahr von Versorgungsengpässen und finanzieller Not – vor allem in den östlichen Bundesländern. Die Regierung steht nun unter Druck, sowohl die akuten Versorgungslücken als auch die langfristige Energiesicherheit zu lösen.

Neueste Nachrichten
Eine Gruppe von Musikern, die auf der Bühne mit Instrumenten, Mikrofonen und Ständern spielen, mit Kabeln und Equipment vorne und einem Schild im Hintergrund, auf dem "Roxy Music - Live in der O2 Arena, London" steht.
Promis 2 Min.

The Lottery Winners stürmen mit KOKO die Charts und rocken bald das Stadion

Von Ragdoll mit Nickelback bis zur Chartspitze: Die Band schreibt Erfolgsgeschichte. Wer steht bei ihrem Heimspiel auf der Bühne?

Ein blaues Plakat mit Text und einer Grafik, die den durchschnittlichen Einzelhandelsgaspreis in Russland und der Ukraine zeigt und anzeigt, dass die Preise auf das Niveau vor dem Krieg zurückgekehrt sind.
Kriminalität und Justiz 2 Min.

BSW wirft Regierung Versagen in der Energiekrise vor – Ostdeutschland besonders betroffen

Geopolitische Konflikte treiben die Spritkosten in die Höhe – doch die Regierung habe keine Notfallpläne, sagt die BSW. Warum der Osten jetzt am stärksten zittert.

Ein grüner Hintergrund mit der fett geschriebenen weißen Textzeile "net-zero emissions by 2050".
Klimawandel 2 Min.

Köln gründet einzigartiges Zentrum für grüne Startups in Stuttgart

Ein Leuchtturmprojekt für Nachhaltigkeit entsteht: Wie Stuttgart zum Hotspot für grüne Gründer:innen wird. Mit EU-Geld und Expertise aus Köln.

Eine Gruppe von Polizisten in Uniform steht vor einer Menge von Menschen in schwarzen Uniformen und Masken, mit einer Brücke und einem Gebäude im Hintergrund, während einer Demonstration in einer Stadt.
Kriminalität und Justiz 2 Min.

Hessens Kriminalstatistik 2025: Weniger Einbrüche, aber mehr Cyberangriffe und Gewalt gegen Rettungskräfte

Hessen kämpft mit einem paradoxen Trend: Während Einbrüche dank Prävention sinken, steigen digitale Straftaten und Gewalt gegen Einsatzkräfte rasant. Was bedeutet das für die Sicherheit?

Ein Hechter Paris-Stand auf der Paris Fashion Week, mit Kleidung an Bügeln, einer Person im Stand, Lichtern, einem Gebäude im Hintergrund, einem Baum auf der linken Seite und einem sichtbaren Himmel oben, mit einem Wasserzeichen in der rechten unteren Ecke.
Promis 2 Min.

Hitzewelle und High Fashion: Wie Stars die Dior-Show in Paris überlebten

Schwüle Luft, schmelzende Stile: Während Paul Anthony Kelly seine Lederjacke fallen ließ, flüsterte Anya Taylor-Joy mit Almodóvar im Schatten. Ein Tag, an dem Mode auf Klimakapriolen traf.

Eine braune Pappkiste mit einem blauen Aufkleber, auf dem "Polizei Politique Sûreté de l'État" und ein Auge in der Mitte steht.
Kriminalität und Justiz 2 Min.

Zoll in Darmstadt beschlagnahmt Tausende unversteuerte Zigaretten und Alkohol aus Bulgarien

Ein Van aus Bulgarien, beladen mit 4.720 Zigaretten, fliegt auf. Doch das ist erst der Anfang: Alkohol, gefälschte Medikamente – und ein System, das die Beamten alarmiert.

Ein großer Haufen Müll auf einem Förderband in einer Recyclinganlage, mit Maschinen im Vordergrund und einem Metalldach darüber.
Allgemeine Nachrichten 2 Min.

Wertstoffhof Dotzheim führt ab 30. März strenge neue Regeln ein

Sanierungsarbeiten zwingen den Wertstoffhof zu radikalen Maßnahmen. Warum Anwohner jetzt mit weniger Service, aber mehr Ordnung rechnen müssen – und was das für die Willy-Werner-Straße bedeutet.

Ein Plakat, das das bezahlbare Anschlussprogramm bewirbt und ein Logo sowie den Text 'Über 15 Millionen Haushalte angemeldet, um bei High-Speed-Internet zu sparen' zeigt.
Allgemeine Nachrichten 1 Min.

Hessen plant flächendeckenden Mobilfunkausbau bis 2030 mit neuem Routenplaner

Ein ehrgeiziger Plan für Hessens digitale Zukunft: Wie der neue Google-Maps-Routenplaner Funklöcher stopfen und 6G vorantreiben soll. Die Netzbetreiber ziehen mit.