Bundestagsabgeordnete erhalten 500 Euro mehr Gehalt ab Juli 2026
Abgeordnete des Deutschen Bundestags erhalten ab Juli 2026 eine Gehaltserhöhung. Ihre monatlichen Bezüge steigen um etwa 500 Euro und erreichen damit ein Bruttogehalt von rund 12.330 Euro. Die Anpassung erfolgt aufgrund einer gesetzlich vorgeschriebenen Kopplung der Parlamentsgehälter an die allgemeine Lohnentwicklung im Land.
Die Erhöhung ist Teil eines automatischen Systems, das die Abgeordnetenbezüge an die durchschnittlichen Verdienste der Bevölkerung knüpft. Dieses Verfahren besteht seit Jahren und greift sowohl bei steigenden als auch bei sinkenden Löhnen. Dirk Wiese von der SPD bezeichnete den Mechanismus als wirksam und betonte, dass er im Falle rückläufiger Durchschnittseinkommen auch zu Gehaltskürzungen für Politiker führen könne.
Die regierende CDU/CSU-Fraktion unterstützt das bestehende System. Steffen Bilger argumentierte, es garantiere Transparenz und mache Politiker rechenschaftspflichtig. Unterdessen bezeichnete Helge Limburg von den Grünen das Modell als unverzichtbar, um willkürliche Selbstbedienung bei den Gehältern zu verhindern.
Kritik kommt dagegen von den Oppositionsparteien. Ina Latendorf von der Linken forderte eine dringende Reform, während Bernd Baumann von der AfD die automatische Anpassung gänzlich ablehnt. Baumann setzt sich seit Langem für eine Abschaffung der Regelung im Parlament ein.
Die Gehaltserhöhung fällt in eine Phase, in der die Regierung gleichzeitig Sozialreformen vorbereitet, die für Bürger Kürzungen und zusätzliche Belastungen mit sich bringen werden.
Die Anpassung tritt Mitte 2026 in Kraft und hebt die monatlichen Bezüge auf etwa 12.330 Euro an. Während einige Parteien das automatische System als fair und transparent verteidigen, fordern andere eine Überarbeitung. Die Änderung fällt zusammen mit wachsenden finanziellen Belastungen für Haushalte durch die anstehenden Sozialreformen.






