23 March 2026, 18:04

CDU in Bergisch Gladbach setzt im Haushaltsstreit auf harte Verhandlungen und eigene Agenda

Plakat mit einem Zug auf einer Bahnstrecke mit mehreren Menschen in der Nähe, begleitet von Text, der besagt: "Der American Jobs Plan wird den erschwinglichen öffentlichen Verkehr ausbauen."

CDU in Bergisch Gladbach setzt im Haushaltsstreit auf harte Verhandlungen und eigene Agenda

Haushaltsverhandlungen in Bergisch Gladbach erreichen kritische Phase – CDU drängt auf eigene Prioritäten

Die Haushaltsverhandlungen in Bergisch Gladbach haben eine entscheidende Phase erreicht, da die CDU ihre Forderungen vehement vorantreibt. Michael Metten, Fraktionsvorsitzender der CDU im Stadtrat, bezeichnete die Gespräche als "hart", ohne dass bisher eine regierende Koalition zustande gekommen wäre. Die Stadt steht vor drängenden finanziellen Herausforderungen, insbesondere in den Bereichen Schulen, Straßenbau und das Entwicklungsprojekt auf dem Zanders-Gelände.

Bei einer jüngsten Veranstaltung des BürgerClubs skizzierte Metten die Position der CDU zu Ausgabenkürzungen und Personalanpassungen. Gleichzeitig schloss er jede Zusammenarbeit mit der AfD kategorisch aus und betonte, man werde ausschließlich an den eigenen Vorschlägen festhalten.

Mit einem klaren Wählerauftrag im Rücken arbeitet die CDU nun daran, den Haushalt 2026 entsprechend zu gestalten. Eine zentrale Forderung ist die Reduzierung der geplanten Erhöhung der Grundsteuer um 100 Punkte auf nur noch 25 Punkte. Diese Anpassung soll die Belastung für die Bürger verringern, ohne die Einnahmenlücken zu vernachlässigen.

Metten verwies auf mögliche Einsparungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Social Media und forderte strengere Kontrollen bei den Personalkosten. Gleichzeitig schlug er vor, mehr Bauaufseher und Fachkräfte für die Regulierung einzustellen, um die Überwachung zu verbessern. Trotz der angespannten Lage betonte er, dass das Verhältnis zu Bürgermeister Marcel Kreutz kollegial bleibe – beide kennen sich seit ihrer ersten Ratssitzung vor zehn Jahren.

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Selbst wenn CDU, SPD und Grüne zu einem Kompromiss gelangen, machte Metten deutlich, dass dies nicht zu einer formellen Koalition führen werde. Die Verhandlungen konzentrierten sich vielmehr auf die akuten finanziellen Erfordernisse als auf langfristige politische Bündnisse. Die Sozialämter der Stadt beschäftigen derzeit über 100 Mitarbeiter, doch im Haushaltsstreit wurden bisher keine bestimmten Abteilungen als ineffizient eingestuft.

Die finanziellen Belastungen Bergisch Gladbachs beschränken sich jedoch nicht auf den Personalbereich: Dringender Handlungsbedarf besteht in der Bildung, der Infrastruktur und der Neugestaltung des Zanders-Areals. Metten wiederholte, die CDU werde ihre Agenda weiterhin eigenständig verfolgen – ohne Abstimmung mit der AfD oder anderen Parteien.

Die Haushaltsverhandlungen werden entscheiden, wie Bergisch Gladbach in den kommenden Jahren seine Mittel verteilt. Die Vorschläge der CDU – von Steueranpassungen über Personaländerungen bis hin zu Investitionen in die Infrastruktur – spiegeln ihre Wahlversprechen wider. Eine endgültige Einigung bleibt jedoch ungewiss, da die Gespräche ohne formelle Koalition weitergehen.

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