CDU und Grüne einig: Gemeinsame Rentenreform mit klaren Finanzierungsplänen
Lukas HoffmannCDU und Grüne einig: Gemeinsame Rentenreform mit klaren Finanzierungsplänen
Stefan Nacke von der CDU und Armin Grau von den Grünen haben sich auf eine gemeinsame Position zur Rentenreform in Deutschland verständigt. Ihre Einigung umfasst die Finanzierung, Stabilität und Arbeitsanreize für die gesetzliche Rentenversicherung.
Beide Politiker bestehen darauf, dass nicht beitragsbezogene Rentenleistungen langfristig vollständig aus Bundessteuermitteln finanziert werden müssen. Zudem soll die gesetzliche Rente ihre Leistungsniveaus zuverlässig halten oder sogar erhöhen. Kürzungen bei Bundeszuschüssen, so ihr Argument, belasten nur Arbeitnehmer und Unternehmen zusätzlich.
Nacke und Grau lehnen die „Rente mit 63“ für langjährig Versicherte ab. Sie sehen darin falsche Anreize, die zudem den Arbeitsmarkt belasten. Stattdessen schlagen sie neue kollektive Finanzierungsmodelle vor, um die finanzielle Basis der Rentenversicherung zu verbreitern.
Ihre Forderungen erstrecken sich auch auf die betriebliche Altersvorsorge. Sie fordern eine verpflichtende betriebliche Rente, die von allen Arbeitgebern mitfinanziert wird. Zudem kritisieren sie Minijobs, da diese selten als Sprungbrett in reguläre Beschäftigung dienen und Rentenansprüche untergraben. Darüber hinaus setzen sie sich für Maßnahmen ein, die den Trend zu Frühverrentung umkehren und lange, gesunde Erwerbsbiografien fördern sollen.
Das Duo betont, dass Rentenpolitik keine parteipolitische Frage sein dürfe. Vielmehr brauche es eine breite demokratische Legitimation für Reformen. Ihre Vorschläge zielen darauf ab, die Finanzierung zu stabilisieren und nachhaltige Beschäftigungspraktiken zu fördern.






