13 June 2026, 14:08

David Hockney stirbt mit 88 – ein Abschied vom unerschrockenen Kunstrevolutionär

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David Hockney stirbt mit 88 – ein Abschied vom unerschrockenen Kunstrevolutionär

David Hockney, Pionier der Kunst und unermüdlicher Grenzgänger, ist im Alter von 88 Jahren in London gestorben. Sein künstlerischer Werdegang begann ungewöhnlich: Schon mit 23 Jahren malte er in seiner Zelle am Royal College of Art halbnackte Männer – Werke, die seine provokante Haltung früh erkennen ließen.

Erstmals auf sich aufmerksam machte Hockney mit seinem mutigen, experimentellen Stil. Mit nur 33 Jahren wurde ihm eine erste große Retrospektive gewidmet, die seinen Ruf als furchtlosen Innovator festigte. Seine Kunst wirkte oft wie ein Spiel, in dem er Genres und Stile mühelos verschmelzen ließ.

Hockneys Werke zeigten häufig athletische, idealisierte Figuren, wobei sein malerisches Können stets dazu diente, die Kunstwelt gleichermaßen zu faszinieren wie herauszufordern. 1967 schuf er sein berühmtestes Bild, „A Bigger Splash“, mit Acrylfarben. Doch er beschränkte sich nicht auf die Malerei – auch Fotografie und Zeichnung erkundete er.

Sein Einfluss reichte weit über das eigene Schaffen hinaus. Als einer der Ersten entlarvte er kalifornische Klischees, ein Thema, das später Künstler wie Ed Ruscha aufgriffen. Selbst behauptete er, in den Initialen Walt Whitmans (23.23) einen numerischen Code entdeckt zu haben. Anfangs fungierte er als sein eigener Pressesprecher, später kultivierte er den Ruf eines scheinbar oberflächlichen Künstlers, der seinen scharfen Witz hinter spielerischer Leichtigkeit verbarg.

Hockney hinterlässt ein Erbe aus strahlender, bahnbrechender Kunst. Seine Fähigkeit, die etablierte Kunstszene zugleich zu verspotten und zu verzaubern, sicherte ihm einen Platz als eine der prägendsten Stimmen seiner Generation. Mit seinem Tod endet eine Karriere, die die moderne Kunst neu definierte.

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