Deutsche Bahn testet klimafreundlichen Beton für nachhaltigere Schieneninfrastruktur
Lukas HoffmannDeutsche Bahn testet klimafreundlichen Beton für nachhaltigere Schieneninfrastruktur
Die Deutsche Bahn und die Universität Kassel testen eine neue Betonart, die den CO₂-Ausstoß deutlich reduziert. Im Rahmen des Pilotprojekts kommt ein zementfreier Beton zum Einsatz, bei dessen Herstellung deutlich weniger klimaschädliches Kohlendioxid entsteht. Die Erprobung ist Teil einer umfassenden Initiative, um die Umweltbelastung des Schienenverkehrs zu verringern.
Erstmals wird der CO₂-arme Beton an einer Stützmauer in der Nähe des ICE-Bahnhofs Kassel-Wilhelmshöhe verwendet. In den kommenden Monaten sollen verschiedene Betonmischungen aufgetragen und untersucht werden, um ihre Leistungsfähigkeit zu bewerten. Zudem soll das Projekt klären, ob das neue Material günstiger sein kann als herkömmlicher Zementbeton, dessen Produktion mit hohen Emissionen verbunden ist.
Das Bundesverkehrsministerium fördert die Initiative im Rahmen des Schienenprojekts Kurve Kassel. Wissenschaftler der Universität Kassel begleiten die Tests, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse den Anforderungen für eine breitere Anwendung entsprechen. Bei Erfolg könnte der neue Baustoff in der gesamten Infrastruktur der Deutschen Bahn eingesetzt werden.
Das Pilotvorhaben liefert Daten zu Kosten, Haltbarkeit und Emissionen. Bei positiven Ergebnissen könnte dies den Weg für eine flächendeckende Einführung von klimafreundlichem Beton im Schienenbau ebnen. Die Erkenntnisse werden mitentscheiden, ob das Material künftig zum Standard für Bauprojekte wird.






